Generatoren-Update I
Der Artikel zu Generatoren im Netz wurde aktualisiert.
Viel Spaß mit den neuen Foto-Tools!
OpenOffice 3.0 erschienen
Die freie Büro-Software OpenOffice.org ist in Version 3 erschienen.
Zahlreiche Neuerungen zeichnen die neue Version aus. Welche das im Detail sind, zeigt der Artikel auf Golem.de anschaulich. Interessant für Mac-User ist sicher, dass OpenOffice nun auch nativ unterstützt wird, so dass sich die Oberfläche nahtlos in die Mac-Umgebung einbindet.
Besonders gespannt bin ich schon darauf, wie sich die PDF-Importfunktion macht. Unter Impress, dem Powerpoint-Pendant, lassen sich Bilder nun über Anfasser am Rahmen zuschneiden. Eine Funktion, auf die ich sehr lange gewartet habe.
Für mich neben Gimp 2.6 eines der wichtigsten Softwareupdates der letzten Zeit.
Herunterladen lässt sich die Software von der offiziellen Seite des Projekts.
Gimp 2.6
Gimp 2.6 ist endlich erschienen.
Super. Ich bin schon sehr gespannt auf den neuen Aufbau. Hoffentlich muss ich mich nicht komplett umgewöhnen, nachdem nun endlich mit der Oberfläche recht gut klar komme.
Am meisten freue ich mich ja auf den überarbeiteten Texteditor. Dann kann vielleicht endlich auch ordentliche Custom-DVD-Cover mit Blocksatz bei der Inhaltsangabe basteln.
Nachtrag zum Kopierschutzartikel
Am Montag hatte ich im Artikel über Kopierschutzmaßnahmen auch das aktuelle PC-Spiel Spore benannt, das wegen SecureRom, DRM und der Tatsache, dass es nur drei Mal installiert werden kann, bevor man den Support anrufen muss, in rege Kritik geraten ist.
EA hat nun eingelenkt und will den Kunden “entgegenkommen”. Sie geben an, dass im Falle einer Abschaltung des Spieleservers ein Patch veröffentlicht werden soll, der das DRM entfernt. Wie Golem zitiert:
“Wir lassen das Spiel niemals im Stich und schaffen keine Situation, in der Leute es nicht mehr spielen könnten.”
Darüber hinaus soll ein weiterer Patch erscheinen, der eine Aktivierung auf einem Rechner wieder deaktiviert. Damit möchte EA den Kunden den Wiederverkauf vereinfachen.
Na, das als “Entgegenkommen” zu bezeichnen halte ich für Übertrieben. EA hat mit dem Kopierschutz einen gewaltigen Fehler gemacht, den man jetzt nicht ohne weiteres zugeben will. Der Rekord an illegalen Downloads, den das Spiel aufgestellt hat, spricht hierbei für sich.
Dass man ruhig auch mal einen Fehler zugeben darf, hat jetzt Mozilla gezeigt. Hier war die Anzeige der Endnutzerlizenz für den Browser Firefox unter Ubuntu in die Kritik geraten. Mozilla reagiert und schafft den Dialog wieder ab. Ein löbliches und vorbildliches Verhalten. Näheres im Golem-Artikel.
Wo andernorts der Kunde König ist …
… da scheint er in der Unterhaltungsindustrie der Feind und potentielle Verbrecher zu sein.
Man kann sie ja auf der einen Seite schon verstehen, die geplagten Musiklabels, Filmverleihe und Computerspielvertreiber. Die bösen illegalen Filesharer fahren ihnen jährlich ja zig Milliarden Teuros Verlust ein. Da muss man natürlich was tun. Mir entzieht sich aber irgendwie der Sinn einer Strategie, deren klar erklärtes Ziel es ist, die übrigen, ehrlichen Kunden auch noch zu vergraulen. Und das besonders effektiv. Immer schärfere Kopierschutzmethoden, die man inzwischen eigentlich schon Abspielschutz nennen muss, werden entwickelt und am Kunden getestet.
Wir haben ja schon seit frühester Kindheit etwas Fell gegen sowas entwickelt. Auch die VHS – der Magnetbandhimmel hab sie seelig – hatte damals einen analogen Kopierschutz. Macrovision findet man auch heute noch auf DVDs, weil sich ja immer noch jemand (auch bei Preisen um 30€ für DVD-Player und 150€ für VHS-Recorder) vehement gegen die digitale Revolution weigern könnte und lieber DVDs auf VHS-Kassetten überspielen möchte.
Ich habe keine Quelle und aus dem hohlen Bauch heraus würde ich sagen, dass die Musikindustrie so richtig mit dem Schutz vor unbefugtem Abspielen angefangen hatte. Ja, der CCS-Kopierschutz bei DVDs war schon lange implementiert, aber der tat ja auch damals schon nicht wirklich weh. Jedenfalls hat man bei den Musikvertreibern irgendwann gemerkt, wer die Wurzel allen Übels ist: der Computer. Richtig. Mit den Rippern und MP3-De- und Encodern ist das die Kopier- und Verbreitungsmaschine schlechthin. MP3 ist sowieso ein Bäh-Wort. Warum schlechte Qualität in Kauf nehmen, wenn die CD doch so toll klingt. Also war der logische Schluß: Der PC muss von der Wiedergabe ausgeschlossen werden. Ein Kopierschutz war schnell zusammengebastelt und schon sollte eine CD nur noch auf Standalone-Playern nutzbar sein. Dass man damit auch gleich CD-Player und Autoradios mit MP3-Funktion aussperrte sah man wohl als Kollateralschaden an. Aber der Kunde hat das zu fressen kaufen, was man ihm vorsetzt.
Irgendwann scheinen auch die besten Ohrenschützer gegen die Lauten Unkenrufe und Beschwerden der Käufer nicht mehr geholfen zu haben. Man musste einlenken, um den wütenden Mob Kunden wieder zu besänftigen. In einem schier unglaublichen Anflug von Gnade und Mitgefühl entschloss man sich dann in den Chefetagen zu dem glorreichen Schritt, die geschützten CD wenigstens zu kennzeichnen, um dem Kunden die Fahrerei für den Umtausch zu ersparen.
Die Filmindustrie lernt nicht aus den eigenen Fehlern, warum sollte sie dann aus denen von anderen lernen. Dabei fing es so harmlos an. Man knallte einfach absichtlich ein paar defekte Sektoren auf die DVDs, damit der Rechner beim Auslesen ganz schon ins Schwitzen kommen sollte. Blöd natürlich, wenn man eine schon etwas angekratze DVD kauft und man nach Überprüfung mit Tools wie etwa Neros CD/DVD-Speed nicht weiß, ob die Fehler von den Kratzern oder dem Kopierschutz stammen …
Der Kopierschutz war aber schnell geknackt, Nachsehen hatten nur die ehrlichen Kunden, die ihre teuer gekauften Filme nicht mal mehr auf dem Standalone-Player abspielen konnten. Der Ballwechsel zwischen Koperschutzintegration und -aushebelung ging dann noch ein paarmal weiter, bis man auch hier zu radikaleren Mitteln greifen musste und auch hier sollte man bei der Wurzel allen Übels ansetzen. Immerhin hat man da doch ein bisschen bei der Audio-CD abgeschaut, aber zumindest blieb man von der Idee fern, den PC-Nutzer komplett auszusperren und ging dafür mehr in die Tiefe: tief ins System. Wer sich damals eine Mr. & Mrs. Smith DVD gekauft hat, war vielleicht erstmal verwirrt, dass der Film eine Software installieren wollte. Hatte man sich versehentlich ein PC-Spiel mit dem selben Namen gekauft. Aber ein beherzter Klick auf OK und die Stunde des als Rootkit bekannt gewordenen Verfahrens war geboren. Wenigstens lies sich dieser “Schutz” leichter aushebeln als alle zuvor und ließ sich von jedem auch ohne Programmierkenntnisse oder Installation illegaler Tools durchführen. Ein simpler Druck auf die Umstelltaste während dem Einlegen half.
Während die Musikindustrie, immer dankbar für abstruse Ideen, das auch mal ausprobieren wollte, ging bei der Film-DVD das Wettrüsten weiter. Bis heute …
Ja, bislang hatte ich immer Glück, konnte alles abspielen und den leidgeplagten Kunden, deren Filme sich bei Ihnen nicht zum Laufen bringen ließen nur mein tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken. Seit es nun X-Protect gibt, gehöre auch ich zu den Vergrämten.
Es fing alles mit einem Nachmittag an, der eigentlich toll hätte werden sollen. Lange hatte ich mich auf ihn gefreut, den neuen Rambo. Supi. Hirn abschalten, Rechner an, Surround-Anlage hochgedreht, um das Tötungsspektakel aus allen Raumrichtungen miterleben zu können und vielleicht, ja vielleicht würde ich endlich erfahren, warum das blaue Licht blau leuchtet. Welch Vorfreude. Die erste Ernüchterung: das Laufwerk kann die DVD nicht lesen, der Dateiexplorer sagt mir, es keine Disc im Laufwerk. Dabei war ich mir 100%ig sicher, eine eingelegt zu haben. DVD raus, angeschaut … hm, so verkratzt war sie nun auch nicht. Da hatte ich schon bedeutend schlimmere Tassenuntersetzer aus der Videothek ausgeliehen gehabt … Seltsam. Nach ca. 10 weiteren Versuchen gab ich auf und versuchte als letzten Notanker noch den Standalone-Player am Fernseher. Da lief er dann glücklicherweise einwandfrei. Aber aus der Traum vom entspannten Nachmittag, denn auf dem kleinen Fernseher mit blechernem Stereosound macht so ein Blockbuster nur halb so viel Spaß. Ich wollte es der freundlichen Dame von der Videothek nicht antun, dafür dann auch nur den halben Preis zu zahlen. Ok, kann passieren, dachte, bis es dann aber immer öfter vorkam. Andere CDs und DVDs liefen immer noch tadellos, so dass ich von einem Defekt meines Laufwerks absah. Etwas googeln und das Problem war schnell entdeckt: der schon genannte X-Protect-Kopierschutz, den mein Laufwerk nicht zu mögen scheint. Schade. Aber dank RandyFisher kann ich mich jetzt immer vor dem Gang in die Videothek darüber informieren, ob ich mir den neuesten Big-Budget-Blockbuster auf dem kleinen Flimmerkasten in Stereo einverleiben muss und werde nicht überraschend sondern geplant enttäuscht. In Zukunft werde ich also vor eine weitere Wahl gestellt: Entweder einen Film beschnitten im Kino mit sattem Sound und großem Bild, oder daheim auf der Zwergenkiste mit klassischem Stereo, aber dafür komplett. Man fühlt sich doch wieder in die guten 90er versetzt, also Raumklang und 16:9-Format zu Hause kein wirkliches Thema war…
In Sachen Kreativität konnte man der Spieleindustrie noch nie was vormachen. Defekte Sektoren, Rootkits, alles schon verwendet. Auch schwere Geschütze wie SecureRom sind inzwischen täglich Brot. Da helfen auch die zahlreichen Beschwerden nichts, die immer wieder durch Foren und Blogs geistern. Warum auch, so lange immer noch Geld in die Kassen fließt. Die Geschäfte helfen dabei ja auch kräftig mit. Einmal ausgepackte CDs und DVDs sind von der Rückgabe ausgeschlossen. Perfekt. So greift man erst dann in die Nesseln, wenn man das Ding schon zu Hause liegen hat und dem auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.
Es scheint, als würde man sich immer anstehende Hits und potentielle Erfolge für die Einführung neuer “Schutzmaßnahmen” heranziehen. Half-Live 2 war so ein Kandidat, wo man sich plötzlich über das Internet bei einem Steam Server anmelden musste um spielen zu können. Schnell wurden Fragen laut: Kann ich das dann überhaupt ohne Internet spielen? Kostet das was? Werden meine persönlichen Daten an Valve übertragen? Damals waren DSL-Flats auch nicht verbreitet und man sah die Einwahl ins Internet noch als zusätzliche Kosten an. Zu Beginn musste man sich darüber noch keine Sorgen machen, denn die Server waren so überlastet, dass man eh keine Verbindung aufbauen konnte. Und wer hat sich am Ende am meisten gefreut? Die Raubkopierer, die tatsächlich genug Internet hatten, um sich das Spiel komplett und gecrackt aus dem Internet zu saugen, ohne auch nur einen müden Cent hinlegen zu müssen. Aber so ist das ja immer. Heute kräht kein Hahn mehr danach. Heute muss man sich schon was neues einfallen lassen, um mal wieder in die Schlagzeilen zu kommen. Und das ist EA jüngst mit Spore auch gut gelungen.
Dieser neue “Schutz” setzt der Angst um Kopien die derzeitige Krone auf. Man stelle sich einmal vor, man kaufe sich ein vollwertiges Spiel zu einem gängigen Preis von rund 50€, was in Zeiten explodierender Energie- und Lebensmittelpreise auch nicht mehr unbedingt aus der Portokasse gezogen wird. Aber was solls, man gönnt sich ja so selten was und ein so beworbener Renner wie Spore muss ja dann auch gut und sein Geld wert sein. Weiterhin stelle man sich vor, dass man dazu auch ausnahmsweise mal nicht so die Rezensionen bei Amazon und sonstwo im Netz gelesen hat. Man freut sich also auf sein Spiel, und spielt es auch gern, probiert mal ein bisschen mehr aus und zerschießt sich die Installation. Kein Ding, kann man ja einfach neu installieren. Durch irgendeinen dummen Zufall kriegt man dann mit, dass sich das Spiel aber nur drei mal installieren lässt und man es für weitere Installationen über einen Support freischalten muss. Jetzt hat man ein Spiel auf der Platte, das man nur noch ein Mal installieren kann. Mit einer Windows-Neuinstallation muss man nun richtig haushalten.
Das wirft natürlich kein gutes Licht auf das Spiel. Geht man bei EA davon aus, dass das Spiel so schlecht ist, dass es ohnehin niemand ein drittes Mal installieren würde, um es mal wieder zu spielen?
Die Empörung ist immens und die Kunden machen ihrem Unmut nun in großem Maße Luft. Robert Basic hat eine nette und unterhaltsame Reihe darüber verfasst (zu finden hier, hier, hier und hier). Interessant ist ja die Reaktion von EA, sinngemäß: “Ist uns doch egal, ob euch das gefällt oder nicht, wir machen das auf jeden Fall weiter so”. Ein wenig kundenfreundlich will man dann aber doch sein und lässt unglaubliche 5 Installationen zu. Das ist doch mal ne Maßnahme. Danke! Ich würde jetzt aber ungesehen wetten, dass das Spiel bereits als unendlich oft installierbare Version bereits im Netz zu finden ist. Und damit hat uns EA bewiesen, dass Ehrlich doch nicht am längsten währt sondern lediglich genau drei Mal.
Update: Tatsächlich, Golem bestätigt meine Vermutung. Da fragt man sich doch wirklich: wenn so eine kleine Leuchte wie ich das kommen sieht, wieso sehen das die Halogenlampen bei EA nicht?
Da lobe ich mir Bücher (und ich hoffe, mit dem Folgenden niemanden auf dumme Gedanken zu bringen). Bücher haben keinen Kopierschutz, man kann sie immer und überall und so oft man will lesen, sofern man denn des Lesens mächtig ist. Es gibt keine Inkompatibilitäten, keine spezielle Soft- und Hardware, die Preise für ein spannendes Taschenbuch bewegen sich zwischen moderaten 8 und 13 Teuro, die Mehrwertsteuer ist bedeutend niedriger und im Regelfall ist sogar der Versand umsonst. Und bsilang hat mich ein Buch immer um einiges länger unterhalten als ein Film oder ein PC-Spiel.
Mein Fazit: Lest mehr Bücher!
Die verwendete Buch-Grafik stammt von openclipart.org und wurde unter public domain lizensiert.
ICQ öffnet Programmierschnittstelle
Nachdem ich erst kürzlich über die Nachteile von ICQ geschrieben habe, reichte Golem.de heute die Meldung ein, dass ICQ eine Programmierschnittstelle in den XTraz genannten Erweiterungen öffnet, die unter anderem die Integration von Web2.0-Anwendungen ermöglichen soll. Damit versucht sich der ICQ-Messenger wohl seine Vorherrschaft auf längere Zeit zu sichern.
Die Nachteile liegen aber nach wie vor auf der Hand. AOL sollte lieber am sinkenden Ansehen und an den bekannten Mißständen arbeiten als noch mehr Funktionen einzubauen.
Instant Messaging mit Jabber
Vor einiger Zeit wurde ich auf Jabber aufmerksam gemacht, einem freien Protokoll, mit dem Instant Messaging oder “Chaten” möglich ist. Höchste Zeit also, hier endlich darüber zu schreiben.
Ich nutze ja schon seit Ende der 90er Jahre ICQ und inzwischen auch MSN und den Yahoo Messenger; Skype ist auch schon dabei. Was also sollte jemanden wie mich dazu bewegen, noch ein Protokoll mehr zu nutzen? Wie ich hier zeigen will, sprechen eine Menge Gründe dafür, sich Jabber einmal genauer anzuschauen:
Was soll denn an ICQ, MSN, XYZ so schlecht sein?
Prinzipiell muss ja an geschlossenen oder proprietären Formaten nichts schlechtes sein. Und eigentlich ist auch nachvollziehbar, dass es ein Anliegen der Anbieter AOL (mit ICQ), Microsoft und Yahoo ist, dass ihre Programme zum Chaten benutzt werden. Deshalbfrei.org fasst aber die damit einhergehenden Nachteile treffsicher zusammen. Neben der wahren Werbeflut, die insbesondere ICQ auf dem Bildschirm entfesselt, untersagen es die Nutzungsbedingungen, alternative Chatprogramme (Clients) zu nutzen. Das macht es schwierig, alternative Software zu nutzen. Besonders Multiprotokoll-Clients sind davon betroffen. Dabei sind die ungemein praktisch. Um ICQ, MSN und Yahoo parallel nutzen zu können, müssen keine drei Programme gleichzeitig laufen und Ressourcen verschleudern, sondern es genügt ein schlankes Programm. Trillian ist etwa ein solcher Multiprotokoll-Client, aber auch freie Alternativen wie Pidgin oder Miranda zählen dazu. Besonders für Linux, das zum großen Teil mit freier Software arbeitet, bliebe es mit diesen Auflagen verwehrt, sich mit anderen Usern dieser Protokolle zu chaten.
ICQ setzt dem Ganzen mit seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen noch einen drauf. Wie man an unterschiedlichen Stellen nachlesen kan (etwa bei o.g. deshalbfrei.org, blog.jbbr.net oder TtecX.com), behält sich AOL das Recht vor, das Urherberrecht an sämtlichen über ICQ verschickten Inhalten zu übernehmen. In meinen Augen eine bodenlose Frechheit. Hierbei geht es ja nichtmal nur um die versendeten Nachrichten. Jedes Foto, das über ICQ verschickt wird, gehört von da an AOL, so dass diese im Prinzip den eigentlichen Urheber bei Veröffentlichung verklagen könnten. Soweit ich weiß ist es in Deutschland nicht möglich, komplett auf sein Recht als Urheber zu verzichten (weshalb auch die Creative Commons-Lizenz so attraktiv ist), daher würde mich interessieren, wie das in unserem Bereich geregelt ist. Bis dahin verschicke ich einfach nichts mehr über ICQ.
Die übrigen Nachteile sind schnell aufgelistet und wurden hier schon zumTeil angeschnitten:
- Proprietäre Software verhindert den Einblick in den Code. Es wird z.B. nicht plastisch, wie der Datenschutz etc. geregelt ist und was hinter den Kulissen mit dem Inhalt geschieht. Die Verwendung alternativer Software wird erschwert.
- Nervende Werbung.
- Zentrale Dienste. Fällt der Server aus, ist das gesammte Netzwerk betroffen. Vor einem Jahr hatte z.B. Skype mit einem mehrtägigem Ausfall des Netzwerks zu kämpfen.
Und was soll an Jabber besser sein?
Zuallererst ist Jabber Open Source, was bedeutet, dass der Quellcode offen liegt und von jedermann einsehbar und benutzbar ist. Bei Jabber muss man also im Grunde keine Angst haben, dass hinter den Kullissen irgendwelche krummen Dinger laufen, da das sicher schon jemandem aufgefallen wäre.
Der nächste große Unterschied ist, dass Jabber dezentral funktioniert. Was bedeutet das?
Bei den oben genannten Kandidaten werden die Nachrichten zentral über einen Server (oder besser: eine Serveranlage) der Firmen geleitet. Ich schreibe also eine ICQ-Nachricht, diese geht zum Server von AOL und wird dort weiter zum gewünschten ICQ-Kontakt geschickt. Hat der Server gerade eine Störung, kann sich niemand mit dem ICQ-Netzwerk verbinden und somit keine Nachrichten senden oder empfangen. Beim dezentralen Jabber funktioniert das anders. Dort gibt es viele verschiedene Server, die alle unabhängig funktionieren. Fällt etwa der jabber.org-Server aus, können sich zwar alle Nutzer dieses Servers trotzdem nicht mit dem Netzwerk verbinden, alle anderen, die andere Server nutzen, können hingegen ungehemmt weiter chatten. Das offene Format erlaubt es sogar, dass sich jeder ganz einfach die Serversoftware herunterladen und auf seinem Server installieren kann. Man erkennt dieses System an den Kennungen von Jabber, also am Nickname. Ich etwa habe mir einen Account bei jabber.org eingerichtet. Meine Kennung, unter der man mich findet ist also stormcloud@jabber.org. Das sieht eigentlich wie eine Mailadresse aus, man muss daher aufpassen, es nicht zu verwechseln.
Der enorme Vorteil dieser Geschichte versteckt sich derzeit noch etwas vor der Masse unter anderem Namen: Größere Mailanbieter wie etwa GMX haben auch einen Jabber-Server am laufen. Jeder Nutzer hat also automatisch seine Mailadresse gleichzeitig als Jabber-Kennung. Einfach genial. Ich bin also gleichzeitig per Mail als auch per Jabber unter stormcloud@gmx.de erreichbar (dank an Frank für diesen genialen Tipp). Wenn ich das richtig mitbekommen habe funktioniert das auch bei web.de und gmail.
GMX kündigt dieses Feature allerdings als hauseigenen Messenger an. Kenner des GMX-Messengers werden nun aber anmerken, dass dieser noch bedeutend mehr Protokolle als nur Jabber unterstützt, schließlich erreicht man da auch ICQ und Co. Das zeigt einen weiteren Vorteil. Jabber unterstützt so genannte Transports. Diese Funktion ermöglicht es, Nachrichten von Jabber direkt in andere Netzwerke wie etwa ICQ zu senden. Will man diese Funktion nutzen, muss man also schauen, dass der Server, den man sich ausgesucht hat, auch Transports unterstützt. Auswendig weiß ich neben GMX noch vom in der Schweiz ansässigen Server swissjabber.ch, dass dieser Transports unterstützt.
Daneben bietet Jabber auch die Möglichkeit, Nachrichten mit unterschiedlichen Verschlüsselungsverfahren zu verschlüsseln, etwa mit dem weit verbreiteten PGP oder dem vom onlinetvrecorder verwendeten OTR. Das ist allerdings etwas komplizierter und setzt auch schon etwas Erfahrung damit voraus, zumal das von jedem Client anders umgesetzt wird. Wer aber bereits seinen Mailverkehr verschlüsselt wird sich mit Jabber gleich heimisch fühlen (hier auch nochmal besten Dank an Frank für die tolle Hilfe).
Die mit PGP verschlüsselte Nachricht “test” kann dann etwa so aussehen:
—–BEGIN PGP MESSAGE—–
hQIOA/ValPt5oLIzEAf/TVSTX7D8SnWRNtnT7KI3np1CAkpFkV8ZMIqVh0lDIK+4
yA/XbYuXcOh3PcHWqEJ1xs+HI8FFBKxfZiTgDstS4kNkhIysmlxVEZ/h7E1ZNHWN
W+htPZx4GerEor0r92gMihbfQzDc4HMVHhTFSyys1ZfN1lEJwFnfcNyUc5rTVZ3O
uAxC2t5P3r48hwuM1G0FfGy5W/MzOWG1XnUG3/8HtP6fVwTS3qzXrjCniAbjdXzC
6YrHbpcMwqIy31FRsNejQ1z18/ZEg1DnImM7OCaYzkn4plQpk1Mr5LyS4w5BtdTT
KbNG1EPl1Wk2tawmzrfSKgsSDF8P/Pe6GZ0/uzOpiAf/aTDyYmq17VNP5ieSvMHE
6tf53Sg3QyzSQ/8Yio65h0Bh4V715gjUBCKMY7LfQ55QNTQByfCI9Z3GkwBe83lw
qBBtUW9BHDeuFEsVRcW8bBVhft0LG7yICNZA2P59ukL8xR+uKunFxJzhNMhTa/Cy
y/0/WVG8lN2s1Ieo8gBEcHT9M6z6T/d06sjBbl/HwWE9wPAJ7kB9IANGdF+AIxhw
n+UtJjfcQHXimOOVIQSg99gmR0kHTxOXhzg7m0q1H+S/XCom3VZTZ2jVhbOs3gAp
wITTCJWli1vS/4Ljk313f8cGv7ohaAqA7T+JHTPy8M/iqJyEOrH5I8CnW2OpoVs+
gtI/AScCmo8IxYk+CHV+4MoH02XuaPsv3RG+cgHHhmgub0xGPK/jOlSKJkYKyFwT
JLt8QwxW9uz3ckEt2vSiGds6
=gC07
—–END PGP MESSAGE—–
Das hat doch was.
Wem das allerdings zu heftig ist, der kann immer noch eine gesicherte Verbindung über SSL nutzen.
Zusätzlich erlaubt Jabber auch MUC, also Multi User Chat. Das lässt sich am ehesten mit dem bekannten IRC oder Internet Relay Chat vergleichen.
Aber wenn Jabber so toll ist, warum nutzt das nicht schon jeder?
Eine berechtigte Frage. Zuersteinmal stellt sich einen “Neuling” im Chatbereich die selbe Frage, die man sich früher schon mit dem Handyvertrag gestellt hat: “Was nutzen denn meine Freunde so?” Durchaus verständlich, denn mit denen will man sich ja später auch unterhalten können. Jabber bietet hierbei zwar die Möglichkeit, über die Transports auf andere Netzwerke zuzugreifen, trotzdem braucht einen registrierten Account beim gewünschten Anbieter.
Das nächste Problem gibt es dann mit den Inkompatibilitäten und damit verbunden auch das, was der Chater letztlich noch an zusätzlichen Angeboten nutzen will. Das Versenden von Nachrichten funktioniert meist wunderbar, beim Dateiversand wirds da schon holpriger (aber wer, der nun über die boshaften AGBs von ICQ Bescheid weiß, will da noch freiwillig seine Dateien drüber verschicken?). Will man noch irgendwelche Spielchen mit den Freunden spielen oder gar telefonieren oder videofonieren will, der hat mit Jabber (noch) schlechte Karten. Aber seien wir mal ehrlich: Zumindest um Spiele spielen zu wollen ist ICQ kein Argument, denn Minispielchen gibts im Netz haufenweise, die man online mit den Kumpels zocken kann.
Betrachtet man nur den ursprünglichen Sinn und Zweck, nämlich Chatten, dann ist Jabber derzeit das Maß der Dinge.
Wann steigst Du um?
Das Einrichten eines Accounts ist schnell erledigt und mit der Client-Software, die es für jedes Betriebssystemgibt, kommt man auch schnell zurecht. Eine kleine Anleitung hat etwa Frank Helmschrott geschrieben.
Links / Quellen:
Gesammelt unter delicious.com abrufbar
“Der Null-Euro-PC”
Mit diesem reißerischen Titel stellt Caschy in seinem Blog eine Sammlung mit Windows-Programmen vor, die den PC zu einer vollwertigen Arbeitsmaschine macht, ohne dafür einen weiteren Cent ausgeben zu müssen.
Die genannten Programme sind zum großen Teil OpenSource, aber auch die eine oder andere Freeware ist dabei. Die üblichen Verdächtigen dürfen natürlich nicht fehlen: Firefox, Thunderbird und OpenOffice. Caschy nennt aber auch noch Tools für speziellere Aufgaben, wie etwa TrueCrypt zur Verschlüsselung von Dateien oder ganzen Festplattenpartitionen oder WinSCP für FTP-Verbindungen.
Sicherlich ist die Sammlung nicht vollständig und es gibt noch zig weitere Alternativen (etwa Inkscape für Vektorgrafiken), aber für jemanden, der sich frisch einen Rechner gekauft hat, ist die Liste allemal empfehlenswert. Man muss nicht noch zig Teuros für MS Office und Nero drauflegen, um mit der Maschine was anfangen zu können.
Caschy stellt im Blog übrigens des öfteren tolle Software vor oder gibt hilfreiche Tipps und Tricks, ein Abo des RSS-Feeds lohnt sich!
Big Buck Bunny – Neuer OpenSource-Film
Nachdem 2006 die Blender Foundation und das Orange Open Movie Team mit Elephants Dream gezeigt haben, was mit OpenSource-Software im Bereich Animationsfilm möglich ist, hat Blender dieses Jahr seinen neuesten Streich ins Rennen geschickt:
Das Peach Team hat in sechsmonatiger Arbeit wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Blender-Software wurde weiterentwickelt, sodass sich nun realistisch Haare rendern lassen. Damit konnte im Film das Fell der Tiere und das Gras realisiert werden. Hinter den großen Hollywood-Streifen aus den Häusern Pixar und Dreamworks braucht sich die Qualität des Films also nicht zu verstecken.
Der Kurzfilm wurde wie damals Elephants Dream auch wieder unter Creative Commons veröffentlicht und kann somit frei im Internet verteilt und gezeigt werden. Ihr könnt es euch also auch hier anschauen, aber schöner ist es natürlich, es von der Projektseite herunterzuladen und in voller HD-Auflösung mit 1080p und Surrond-Sound zu genießen.
(c) copyright Blender Foundation | www.bigbuckbunny.org
Bildbearbeitung mit The Gimp
Ich habe die Tage etwas mit Gimp herumgespielt (v2.4.5) und das ist dabei herausgekommen:
Ich muss sagen, Gimp hat sich inzwischen enorm weiterentwickelt und ich vermisse auch mein geliebtes Photoshop nicht mehr so sehr. Auch an den gewöhnungsbedürftigen Fensteraufbau habe ich mich inzwischen gewöhnt und finde ihn sogar ausgesprochen praktisch, da er sich individuell auf meine Bedürfnisse anpassen lässt.
Aber ein Feature hat Photoshop doch, das ich unbedingt in Gimp haben will: die praktischen Fülloptionen für Ebenen. Schlagschatten kann Gimp zwar inzwischen auch recht gut erzeugen, aber die Funktion “Abgeflachte Kanten und Relief” ist doch ungeheuer praktisch. Gut, Gimp hat dafür “Bump-Mapping”, was auch viele andere Dinge kann, aber so richtig schöne Abgeflachte Kanten konnte ich damit leider noch nicht erzeugen.
Vielleicht mit Version 2.5 oder ab 3 dann …
Phun: Virtueller Physik-Sandkasten
Im Zuge meiner wissenschaftlichen Hausarbeit habe ich mich mit Lernsoftware befasst und möchte dazu das Tool Phun vorstellen. Vorweg: Im Moment macht es eher den Eindruck eines “Spielzeugs”, (wie man auch bei zahlreichen Youtube-Videos das Gefühl gewinnen kann), weshalb mich hier in erster Linie der Einsatz zu Lehr- und Lernzwecken interessiert. Vielleicht können wir hier nach der Vorstellung des Programms einige Ideen sammeln:
Allgemeine Angaben:
Name: Phun – the 2D physics sandbox
Hersteller / Vertrieb: Emil Ernerfeldt / VRLab, Umeå University, Sweden
Website: http://www.phun.at/
Getestete Version: 3.5 beta
Typ: Simulation
Fach / Zielgruppe: Die Software eignet sich hauptsächlich für Physik, speziell im Bereich Mechanik, und technische Fächer, eventuell können durch die freien Gestaltungsmöglichkeiten noch andere Fachrichtungen einbezogen werden.
Einsatzort: In der Schule zu Demonstrations- und Versuchszwecken, aber auch als “Spielzeug” zuhause.
Preis / Lizenz: Freeware für nicht-kommerzielle Zwecke, näheres hier.
Technische Angaben:
Betriebssystem: Windows XP und früher, Windows Vista, Linux, MacOS ab Version 10.4, läuft auf x86 und PowerPC
Minimale Hardwareanforderungen: “bescheidene” Rechner, Grafikkarte mit 3D-Unterstützung
Zusätzlich benötigte Software: keine Angaben
Inhalt und Ziel:
Phun lässt sich zurecht als virtueller Sandkasten bezeichnen, der ein neues Projekt lediglich mit einem blauen Himmel präsentiert, durch den träge kleine Wölkchen treiben. Nur mit einem Zeichenstift und einer Werkzeugleiste ausgerüstet kann der Anwender hier seiner Kreativität freien Lauf lassen. Welche Möglichkeiten sich hierdurch ergeben zeigt eindrucksvoll ein Beispielvideo des Herstellers:
(Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Emil Ernerfeldt)
Phun eignet sich zum kreativen Experimentieren mit mechanischen Eigenschaften. Hierzu erschafft sich der User seine Experimentiergegenstände und -umgebung komplett selbst. Dies können einfache Klötze bis hin zu komplexen Maschinen sein. Dabei werden die Grenzen (fast) nur von der eigenen Phantasie gesteckt. Youtube-Videos von Usern zeigen, was sich mit Phun etwa realisieren lässt.
Die Einschränkungen liegen in den zur Verfügung stehenden Materialien begründet. Körper lassen sich frei mit dem Pinsel zeichnen, daneben gibt es von Zeichenprogrammen her bekannte Werkzeuge zum Erstellen von Rechtecken und Kreisen, auch Federn, Ketten und Gelenke sind möglich. Leider fehlen zum Beispiel Seile im Repertoire. An manchen Stellen lassen sich diese eventuell durch Ketten ersetzen, aber im Test waren sie beispielsweise für einen Flaschenzug mit zwei Rollen ungeeignet.
Daneben lässt sich mit Phun nur qualitativ aus Beobachtungen heraus arbeiten. Messgeräte, etwa einen Kraftmesser, gibt es nicht.
Lernmotivation / Interessenförderung:
Der große motivierende Aspekt des Programmes ist die völlige Freiheit. Das Programm gibt mit Ausnahme seiner Funktionen im Grunde nichts vor. Der Kreativität sind somit nahezu keine Grenzen gesetzt. Setzt man die Software als Experimentierumgebung im Unterricht sein, so sollte man diesen Aspekt nicht außer Acht lassen. Der Lehrer kann natürlich das Experiment bereits vorbereiten, was Zeit spart und die Schüler ein wenig an die Hand nimmt. Phun aber bietet da Möglichkeiten, die ein einfaches Experiment erweitern können. Etwa kann eine zusätzliche Aufgabe sein, den Versuchsaufbau zu optimieren oder mit selbst kreierten Versuchsmaterialien zu wiederholen. Wurde nichts vorgegeben, können Wettbewerbe veranstaltet werden. Die schönste oder zweckmäßigste Versuchsanordnung kann dann prämiert werden, was zusätzlich motivierend wirkt.
Lernunterstützung:
Durch seine Offenheit unterstützt Phun genetisches Lernen. Die Schüler können, wie schon erwähnt, selbstständig am Versuch arbeiten und diesen bei Bedarf komplett verändern. Sie können zusätzliche, ihnen geeignet erscheinende Materialien einbauen oder entfernen, können Reibungswerte verändern und noch vieles mehr. Der große Vorteil ist dabei die direkte Visualisierung der Ergebnisse. Die Software beschränkt sich dabei auf deine zwei-dimensionale Darstellung. Sie kann sowohl zur einfachen Veranschaulichung, etwa als Simulation oder “Lehrerexperiment” dienen, als auch als Experimentierumgebung für die Schüler. Dabei muss der Lehrer stets abwägen, in welchem Maß die Software zur Verdeutlichung eines Inhaltes auch einsetzbar ist. Mit Phun kann etwa ein Ottomotor schematisch gebaut und die einzelnen Phasen darsgetellt werden. Wäre es nicht besser, hierfür eine bereits existierende Animation zu nehmen, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde (wie etwa bei Wikipedia)? Einfache Reibungsexperimente lassen sich auch mit kostengünstigen Materialien druchführen. Welche Vorteile bietet dabei die Software? Ein Einsatz des Programms ist daher stets abzuwägen, was aber prinzipiell für jeglichen Softwareeinsatz gilt.
(Zusammen-)Arbeiten mit der Software:
Beim Start präsentiert sich die Software in englischer Sprache, welche sich aber leicht auf Deutsch umstellen lässt. Der User hat die Möglichkeit, die Auswirkungen seiner Arbeit in Echtzeit zu verfolgen oder aber er baut und platziert seine Konstruktion erst in völliger Ruhe zusammen und startet abschließend die “physikalischen Gesetmäßigkeiten” durch einen Klick auf den grünen Start-Button.
Die Bedienung ist intuitiv und durchdacht. Die Icons sind nahezu selbsterklärend und auf ein überschaubares Maß reduziert. Neben dem üblichen Laden und Speichern, den Optionen, um Feinheiten am Programm vorzunehmen bildet die Werkzeugleiste ein zentrales Element. Für gezeichnetete Objekte können mit einem Rechtsklick noch weitere Optionen individuell eingestellt werden, etwa ob ein Gelenk automatisch rotieren soll, welche Reibung der Körper besitzt und dass sich das eben gezeichnete Objekt in Wasser verwandeln soll. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, mittels “Durchstreichen” einen Gegenstand zu löschen oder Kettenglieder zu zerteilen. Das Video oben zeigt schon sehr viele der Bedienmöglichkeiten, so dass eine aufwändige Einarbeitung entfällt.
Weitere Unterstützung liefert die Website, wo es neben einem FAQ und einem Tutorial auch ein gut besuchtes Forum gibt, wo sich auch über den Einsatz von Phun zu Bildungszwecken unterhalten kann. Ebenso stellen dort User ihre selbst erstellten Szenarien ein und diskutieren über diese. Ein Ausbau dieses Angebot mit Hinwendung zum schulischen Bereich wäre denkbar. Vielleicht kann man sich irgendwann einmal bei von Plattformen wie 4teachers.de nicht mehr nur Arbeitsblätter und Unterrichtsentwürfe herunterladen, sondern auch Phun-Anleitungen und -Szenarien.
Wie gezeigt bietet die Software eine Menge Möglichkeiten. Was haltet ihr davon? Welche Vorteile bietet Phun, wo sind Schwierigkeiten beim Einsatz im Unterricht zu sehen? Welche Unterrichtsszenarien mit Phun sind neben den oben genannten noch denkbar? Ich freue mich schon sehr auf Ideen und Diskussionen!
Querverweise mit OpenOffice (2)
Heute dreht sich alles um Kapitelüberschriften, wie man sie automatisch durchnummeriert und in der Kopfzeile erscheinen lässt.
Kapitelüberschriften definieren und automatisch nummerieren:
Wer mit Formatvorlagen arbeitet kennt das: Schreibt man eine neue Überschrift, so genügt ein Klick auf die entsprechende Formatvorlage, und schon ist sie richtig formatiert. Überschriften erster Ebene gibt man die Vorlage “Überschrift 1″ und so weiter.
Die Vorlagen sind auch wichtig, wenn wir die automatische Nummerierung benutzen wollen.
Über den Menüpunkt Extras → Kapitelnummerierung… erhalten wir sämtliche Einstellungen.

Unter Absatzvorlage können wir die gewünschte Formatvorlage einstellen. Unter Nummer steht standardmäßig keine, stellen wir hier eine Nummerierungsart ein, so werden künftig mit der entsprechenden Vorlage formatierte Texte automatisch nummeriert. Weiter unten lassen sich Trennzeichen wie Punkte einstellen und auch bei welcher Zahl angefangen werden soll zu zählen. Das kennt man ähnlich von den Seitenzahlen. Ganz rechts findet sich eine Vorschau, die uns zeigt, wie sich unsere Änderungen auswirken. Über den Reiter Position lassen sich noch weitere Details einstellen.
Das Verfahren lässt sich für jede weitere Überschriftenebene wiederholen.
Kapitelüberschriften automatisch in der Kopfzeile erscheinen lassen:
Man kennt das aus wissenschaftlichen Büchern. Oben in der Kopfzeile findet sich meist neben der Seitenzahl auch noch die Überschrift des aktuellen Kapitels.
Die Realisierung ist ganz einfach. Wir setzen den Cursor in unsere Kopfzeile und gehen in das Menü Einfügen → Querverweis… . Dort wählen wir diesmal den Reiter Dokument .

Unter Feldtyp finden wir bereits den Menüpunkt Kapitel. Daraufhin können wir rechts das Format auswählen, also ob nur die Kapitelüberschrift erscheinen soll, nur die Nummer oder beides zusammen. Unter Ebene können wir die Ebene einstellen. Möchten wir die zweite Überschriftenebene haben (Kapitel 1.1), tragen wir hier zwei ein.
Mit Klick auf Einfügen wird unser Querverweis gesetzt. Nun wird jedesmal, wenn wir eine neue Überschrift im Text definieren, diese automatisch auch in die Kopfzeile übertragen, mühsames Copy&Paste entfällt.
Querverweise mit OpenOffice (1)
OpenOffice bietet eine Menge Möglichkeiten, sich das Leben zu erleichtern, insbesondere für längere Texte wie Wissenschaftliche Hausarbeiten
Eine dieser Möglichkeiten ist das Setzen von Querverweisen, die vieles automatisieren.
Querverweise auf Abbildungen setzen:
Dass sich Bilder und Grafiken leicht beschriften lassen ist vielleicht schon bekannt, der Vollständigkeit halber sei es hier aber erwähnt:
Hat man ein Bild eingefügt, genügt ein Rechtsklick darauf und die Auswahl von Beschriftung im aufklappenden Kontextmenü. Sogleich erscheint ein Fenster, in dem ihr die nötigen Einstellungen treffen könnt.

Im Bereich Beschriftungstext lässt sich angeben, wie das Bild beschriftet werden soll, in der Kategorie lässt sich die voranstehende Bezeichnung einstellen. Hier steht Abbildung, Zeichnung, Text oder Tabelle zur Wahl. man aber auch selbst eine definieren. Die restlichen Einstellungen sind selbsterklärend. Erwähnt sei hier nur noch der Punkt Optionen, in dem ihr weitere Einstellungen wie die verwendete Formatvorlage treffen könnt. So kann man einstellen, dass die Kategorie Fett sein soll und der Rest normal.
Das Ergebnis kann dann so aussehen:

OpenOffice legt dabei einen Rahmen um das Bild, in dem der Text steht. Das soll aber nicht beunruhigen, den Rahmen sieht man beim Ausdrucken nicht.
Der Vorteil hierbei ist nun, dass die Abbildungen automatisch durchnummeriert werden. Fügt man irgendwann dazwischen ein weiteres Bild ein, so läuft die Nummerierung korrekt durchgängig weiter. OpenOffice passt die Nummern der dann folgenden Bilder automatisch fortlaufend an.
Das kann aber dann fatale Folgen haben, wenn man sich im Text auf eine Abbildung bezieht. Ein Beispiel:
Im Text schreiben wir “(siehe Abb.9)”. Beim Korrekturlesen fällt auf, dass die Abbildung 2 vielleicht nicht so recht passt und wir löschen sie raus. Jetzt werden alle folgenden Nummern um eins reduziert. Abb. 3 wird nun zu Abb.2 usw, bis unsere Abb.9 nur noch Abb.8 ist. Unser Verweis, den wir in den Text geschrieben haben passt nicht mehr. Wir müssen also den ganzen Text nach unseren Verweisen abklappern und sie alle von Hand anpassen.
Wie ätzend.
Praktisch wäre doch eine Funktion, die das automatisch macht.
Und das geht:
Unsere Seite kann in etwa so aussehen:

Wir möchten den oberen Verweis auf Abb.1 automatisch setzen. Dazu setzt man den Cursor an die Stelle, an der nachher die Zahl erscheinen soll und geht auf Enfügen → Querverweis…, woraufhin sich ein neues Fenster namens Feldbefehle öffnet.
Dort geht man in den Reiter Referenzen und übernimmt die unten gezeigten Einstellungen.

Hat man mehr Bilder erscheinen in der Auswahl natürlich auch die anderen, wo man dann einfach das Bild wählt, auf das man verweisen möchte. Wie man sieht kann man im Feld Format auch noch auf viel mehr verweisen als auf die bloße Nummer. Zum Beispiel auf die Seite, auf der sich die Abbildung befindet, was sehr nützlich sein kann.
Klickt man dann auf Einfügen und schließt daraufhin das Fenster, findet man die Zahl grau hinterlegt in seinem Text wieder. Dies ist der Verweis, der sich jetzt künftig anpassen wird.
In kommenden Einträgen werde ich darauf eingehen, wie man sich praktisch seine Kapitel automatisch nummeriert und darauf Verweise setzt. Außerdem wie man in der Kopfzeile angibt, dass immer die aktuelle Kapitelüberschrift übernommen wird. Doch jetzt erstmal viel Spaß beim Experimentieren mit Beschriftungen.
VG Media verlangt Gebühren für EPG-Daten
Ab dem 1.1.2008 will die VG Media, eine Verwertungsfirma für Medienunternehmen, eine Gebühr für Sendedaten erheben.
Das heißt, dass externe EPGs, wie z.B. die beliebte Open-Source-Fernsehzeitschrift TV-Browser, ab kommendem Jahr für die Bereitstellung des Fernsehprogramms von Sendern wie RTL, RTL 2, Sat 1, Pro Sieben und vielen anderen eine Gebühr bezahlen müsste (genaueres hier). Laut Aussage von TV-Browser.org werde aber nicht bezahlt werden, wodurch die Hauptsender aus dem Programm fallen.
Der TV-Browser ist wirklich ein geniales Tool und hilft mir schon seit sehr langer Zeit, das Fernsehprogramm zu organisieren. Er ist Open-Source, für Windows und Linux verfügbar und durch das praktische Anlegen von Lieblingssendungen habe ich so keine wichtige Sendung verpasst. Man kann sich sogar per Mail an eine Sendung erinnern lassen oder seine Favoriten an Google Calendar senden.
Um das ehrgeizige Projekt weiter betreiben zu können wurde eine Petition gestartet, unter der man gegen die Einführung dieser Gebühr stimmen kann. Ich hoffe, dass sich viele daran beteiligen und damit die Abschaffung der Gebühr erwirkt wird. Sonst sind wir bald wieder auf kommerzielle und unkomfortable Fernsehzeitschriften angewiesen.
Übersicht über wichtige Mails in Thunderbird gewinnen
Dass man in Thunderbird seit Version 2 Mails mit Schlagwörtern wie “Wichtig”, “Zu erledigen” usw. beliebig versehen kann, ist ja inzwischen bekannt.
Ich fand es aber immer sehr lästig, meine sämtlichen Ordner durchscrollen zu müssen, um nachzusehen, ob noch was zu erledigen ist. Dabei bin ich auf eine Funktion gestoßen, die mir das erleichtert:
In Thunderbird lassen sich Suchen in virtellen Ordnern speichern. Die Suche beschränkt sich aber nicht nur auf Absender oder Textinhalt, man kann auch gezielt nach Schlagwörtern suchen.
Über die Menüpunkte Bearbeiten – Suchen – Nachrichten suchen gelangt man zu folgendem Fenster:

Unter dem Button Als virtuellen Ordner speichern … kann man sich die Suche nach den Schlagwörtern anlegen:

Nachdem man nun der Suche einen Namen gegeben und die Bedingungen festgelegt hat, erscheinen im Hauptfenster die Suchen wie Ordner, werden aber durch eine Lupe gekennzeichnet.

Klickt man beispielsweise auf Mails: Wichtig, bekommt man sofort alle Mails angezeigt, die man mit “Wichtig” verschlagwortet hat, unabhängig vom gespeicherten Ordner.
Southpark Generator
Btw: Wer sich auch so einen Avatar wie ich machen möchte wird bei sp-studio fündig.
Ist das nicht auch eine Web 2.0 Anwendung




