Buchempfehlung zur Relativitätstheorie

Wer sich näher mit Einsteins Relativitätstheorie beschäftigen möchte, dem sei das Buch E=mc2 von Thomas Bührke empfohlen.

Bührke gibt zu Beginn einen kurzen Einblick in Einsteins Leben, wie er zu seinen großen Entdeckungen kam und warum die Relativitätstheorie als Notwendigkeit aus der Unvereinbarkeit der Newtonschen Mechanik und den Maxwellschen Erkenntnissen hervorging. Dabei wird bereits deutlich, dass die Relativitätstheorie keineswegs ein mentales Konstrukt oder eine Sache fern unserer Wirklichkeit ist, sondern dass sie selbst in unserer Erfahrungswelt eine Rolle spielt.

In einem längeren Kapitel wird die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie anhand zahlreicher Gedankenexperimente und Beispiele erläutert, was ungemein zum Verständnis beiträgt. Auch hier hangelt sich Bührke an der Geschichte entlang, so dass das Lesen zum Erlebnis wird. Es ist richtig spannend, welche Überlegungen Einstein vorwärts treiben. Die Beispiele sind dabei passend gewählt und stammen häufig aus der Astrophysik (man merkt, dass Bührke hier zu Hause ist). Obwohl das Buch fast ohne Bilder oder Grafiken auskommt sind die (Gedanken-)Experimente doch so plastisch beschrieben, dass man sie sich jederzeit vorstellen kann. Dennoch sollte man nicht völlig unbedarft daran gehen. Etwas physikalische Grundbildung sollte man mitbringen, um die Experimente nachvollziehen zu können.

Das letzte, kürzere Kapitel befasst sich dann mit den praktischen Anwendungen “im Alltag” und deckt Bereiche der Kern- und Fusionsenergie und sogar des Global Positioning Systems (GPS) ab.

Alles in allem ein durchweg gelungenes Buch, das zeigt, dass sogar komplizierte Physik spannend sein kann.