Dieser Tage habe ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt: Ich habe mir einen GPS-Logger - oder auch GPS-Recorder genannt – zugelegt.
Im ersten Moment erscheint es sinnlos sich so ein Gerät zu kaufen. Man kann damit nicht (oder nur bedingt) navigieren, es sagt mir nicht wo ich hinfahren soll und hilft mir auch nicht, wenn ich staubedingt eine Ausweichstrecke suchen muss. Daher durfte ich mir in letzter Zeit nicht selten die Frage anhören, warum ich also mein Geld für soetwas ausgebe. Diese beantworte ich gern
- Nicht immer habe ich ein Ziel, wenn ich mich draußen bewege. Und manchmal entdecke ich auf meinen Wegen interessante Dinge. Da finde ich es praktisch ein kleines Gerät bei mir zu haben, mit dem ich einfach eine Wegmarke setzen kann und die mir später in einem beliebigen Programm (bspw. Google Earth) zeigt, wo das doch gleich war.
- Es kann aber auch schön sein, nicht nur einzelne Wegmarken sondern gleich eine ganze Strecke zu haben, die man gegangen oder gefahren ist. Diese Strecke kann ich dann auch anderen zeigen. Ein virtueller Rundflug über seine Urlaubsorte, den man seinen Freunden und Verwandten zeigen kann, das hat schon was und bedarf keines Gerätes, das über 100€ kostet.
- Im Urlaub (oder auch sonst) mache ich gerne Bilder. Ich vergesse aber häufig, wo das genau war und später tue ich mich dann schwer, bei Flickr oder Zooomr die Orte dann für jedes einzelne Foto wieder zu finden. Das Stichwort hier heißt Geotagging und geht mit der richtigen Software und einem GPS-Logger bedeutend schneller und komfortabler, als alles von Hand zu machen.
- Das Geotagging hat noch weitere Vorteile, die nicht unbedingt nur mit Urlaub zusammenhängen müssen. Ich denke da beispielsweise an Hilfsorganisationen, die so Fotos von POIs machen und austauschen können. Das Foto selbst kann dann genau sagen, wo es geschossen worden ist und braucht nicht noch große Erklärungen und Beschreibungen. Das kann in Notfällen Zeit sparen und bei der Rekonstruktion von Schadensfällen die Nachforschung erleichtern.
- Mit einem GPS-Logger kann man außerdem beim OpenStreetMap-Projekt und anderen ähnlich gelagerten Vorhaben mitmachen. Dort kann jeder in einem großen Gemeinschaftsprojekt Kartenmaterial unter freier Lizenz selbst erstellen. cspannagel hat das Prinzip in seinem Blog schön beschrieben und liefert Ideen, wie man damit sogar einen Unterricht gestalten kann.
- Und zu guter Letzt, wenn man mag, lassen sich viele Geräte per Bluetooth als GPS-Maus verwenden, so dass man den Logger in Verbindung mit einem Handy oder Netbook und passender Software trotzdem zum Navigieren verwenden kann.
Diese Anwendungsgebiete verbunden mit einem im Vergleich zu vollwertigen Navigationssystemen sehr geringen Preis haben den Wunsch nach solch einem Gerät bei mir geweckt.
Ich habe mich für den Transystem i-blue 747 A+ entschieden, da der in den Tests (u.a. hier) durch eine hohe Genauigkeit, einen recht großen Speicher und eine lange Akkulaufzeit positiv auffiel. Also habe ich mich heute zu Testzwecken auf mein altes Fahrrad geschwungen und bin ein paar Meter gefahren. Mit der Software bt747 habe ich dann das Auslesen der Daten und das Geotaggen einiger Bilder ausprobiert und ich muss sagen, dass ich von der Qualität der aufgezeichneten Tracks bisher wirklich begeistert bin.
Falls euch die Früchte meiner Mühe interessieren findet ihr hier meine Strecke als html-Datei zum Download, die den Weg wahlweise in Google Maps, OpenStreetMap und anderen Anbietern zeigt. Meine Bilder findet ihr wie üblich unter Flickr und Zoomr. Hier nur mal zwei verlinkte Beispielbilder.
Das einzige Problem besteht derzeit nur, dass der Logger noch nicht 100% unter Linux läuft. Mit dem Vorgänger i-blue 747 war das kein Problem, doch der Nachfolger ist hier trotz ähnlichem Chipsatz bockiger. Näheres hierzu werdet ihr zu gegebener Zeit in meinem Linux-Tagebuch finden.






Heute ist er gekommen: Der erste Band der neuaufgelegten Einsamer Wolf-Reihe. Nun stellt sich die Frage, ob er die hohen Erwartungen, die ich 









