Eingeschränkte Kommentarfunktion – Entwarnung

WordPress.com hat schnell reagiert und die im letzten Post beschriebene Funktion „Subscribe to comments“ lässt sich abschalten. Für alle Interessierten: Die Funktion befindet sich unter dem Menüpunkt EinstellungenDiskussion kurz vor den Avataren. subscribe-to-comments-abschalten1 Damit sind wir deutschen WordPress-User erstmal auf der sicheren Seite, bis das Double-Opt-In implementiert ist. Also Feuer frei!!! Es darf wieder fleißig kommentiert werden!!!!

Veröffentlicht in Computer, Internet. Schlagworte: , , . Kommentar schreiben »

Kommentarfunktion eingeschränkt

Seit gestern Abend ist die Kommentarfunktion leider nur noch für registrierte Benutzer verfügbar. Ganz bestimmt nicht, weil ich nur noch Kommentare von anderen WordPress-Benutzern haben will. Im Gegenteil, ich habe mich bisher über jeden Kommentar gefreut und sehe es als wesentlichen Bestandteil des meines Blogs an. Der Grund ist der folgende:

Im Oktober letzten Jahres machte eine Meldung die Runde in der Bloggosphäre, dass das WordPress-Plugin „Subscribe to Comments“ in unserem Raum zu Abmahnungen führen kann. Genaueres erfährt man leicht, wenn man das Google-Orakel zu Begriffen wie „Abmahnung“, „WordPress“ und „Plugin“ befragt.

Was macht das Plugin genau?
Eigentlich eine feine Sache für Leute, die mit RSS nicht so richtig grün werden. Wer einen Kommentar in einen Blog mit diesem Plugin schreibt, kann ein schlichtes Häkchen setzen, um sich künftig per Mail über neue Kommentare zu diesem Blogeintrag informieren zu lassen. Klingt toll, ist es auch. Aber … (jetzt kommt das große Aber)

Leider gibt es immer wieder Zeitgenossen, die eigentlich schöne Dinge für unschöne Aktionen missbrauchen. So könnte man ja beim Kommentieren auch einfach eine fremde oder unliebsame Adresse eingeben. Fortan würde dieser Mensch hinter der Mailadresse Emails meines Blogs bekommen, obwohl er das vielleicht gar nicht möchte. Das Schlagwort „Spam“ genügt an dieser Stelle.

Nachdem ein Großteil der aktiven Internet-Nutzer sich inzwischen in Sachen Impressumspflicht und Urheberrecht kundig gemacht hat, suchen einige Anwälte nach neuen Nebeneinnahmen. Und anstatt die wirklich üblen Spammer zu suchen (was ziemlich aufwendig ist) greift man sich lieber den kleinen, unbescholtenen Blogger (was bedeutend einfacher ist), um ihm die letzten Kröten aus der Tasche zu ziehen (so geschehen beim upload-magazin).

Bislang war das alles kein allzu großes Problem, hat man halt eben auf das Installieren des Plugins verzichtet. Für Nutzer, die WordPress nicht auf einem eigenen Server installiert haben, sondern den Dienst von WordPress.com nutzen, hat sich das Blatt hier leider gewendet:
Das Plugin ist nun standardmäßig installiert und es gibt momentan keine Möglichkeit es zu deaktiveren.

Bislang konnte ich nicht feststellen, ob das Plugin über die so genannte Double-Opt-In-Funktion verfügt. Dabei bekommt der Nutzer erstmal wie etwa bei einer Forenanmeldung eine Info-Mail, ob er die Mails des Blogs überhaupt bekommen möchte. Will er tatsächlich über küftige Kommentare informiert werden, muss er dazu über einen Aktivierungslink das Einverständnis bestätigen. Solange ich hier bei WordPress eine solche Funktion nicht einwandfrei feststellen kann, sehe ich mich leider gezwungen, meine Kommentarfunktion vorerst einzuschränken.

Jaja, als Internet-Nutzer steht man immer mit einem Bein im Gefängnis (oder vor dem finanziellen Ruin). Der normale Surfer wird grundsätzlich unter den Generalverdacht der Teilnahme an terroristischen Aktionen gestellt und muss zur Not online überwacht werden. Jeder Tauschbörsennutzer ist erstmal prinzipiell Raubkopierer und steht im Kreuzfeuer der Film- und Musikindustrie, auch wenn er sich nur sein Linux-Image per Torrent zieht *. Wer sich aktiv im Internet beteiligt, muss aufpassen, dass er nicht des Diebstahls geistigen Eigentums bezichtigt wird und jetzt werden Blogger auch noch zu potentiellen Spammern. Nein, das Internet macht bald keinen Spaß mehr

Bleibt nur demjenigen, der sich öfter im Netz bewegt, anzuraten, sich stets über die aktuellen Entwicklungen auf dem laufenden zu halten (oder freundliche Mitblogger zu haben, die einen informieren. An der Stelle meinen Dank an cspannagel). Nicht dass man für die Nutzung eines kleinen Plugins bereits abgemahnt wird.

______

* Ja, auch mit freier Software wie Linux muss man vorsichtig sein. Sonst wird man vom Lehrer des Verteilens von illegaler Software bezichtigt.

Horrorfilme und ihre Frage an die Gesellschaft

Seien wir doch mal ehrlich: Horrofilme sind nicht gerade sonderlich anspruchsvolle Unterhaltung. Die meisten spulen ihr Schema runter (dazu bald ein gesonderter Artikel) und versuchen aktuell durch Anziehen der Gewaltschraube den Zuschauer zu unterhalten. Und wenn dann mal der erhobene Zeigefinger zum Vorschein kommt, dann gleich mit der ganzen Hand und dem Holzhammer noch dazu. Und spätestens nach dem achten Monsterstreifen hat es auch das kleinste Kind kapiert, dass man keinen Giftmüll den Abfluss runterschickt (was wiederum einige Großkonzernchefs als besonders lernresistent erscheinen lässt). Der eine oder andere findet sich dann doch, der immerhin den alten Romero-Zombiestreifen einen Hauch subtiler Gesellschaftskritik zusprechen kann.

Und dennoch vermögen es solche Filme, uns hin und wieder zum Nachdenken anzuregen.

Als Ausgangspunkte einer möglichen Diskussion, die sich vielleicht daraus entwickeln wird, möchte ich zwei bekanntere Filme nehmen: The Ring und Saw!

Ich hoffe, die Filme sind bekannt, ansonsten sollt, hier aufgehört werden zu lesen, um sich nicht den Spaß an den Filmen verderben zu lassen.

Beide Filme sind bekannte Genre-Vertreter, fallen aber aus den aktuell zelebrierten Schemas heraus. Zum einen ist bei The Ring die Handlung um ein tötendes Video bei aller Naivität mal was erfrischend anderes, zum anderen hat Saw nicht nur den Boom um Folter-Filme mit eingeleitet, der Killer Jigsaw unterscheidet sich durch das Motiv seines Handelns von den üblichen inzestiösen Backwood-Mutanten. Durch seine Fallen will er ausgesuchten Menschen den Wert des Lebens vermitteln. Diese Situation an sich regt bereits zum Nachdenken an.

Beiden Filmen ist gemeinsam, dass sie ihre Portagonisten vor schwere moralische Entscheidungen stellen. Wer etwa das Ring-Video einmal gesehen hat, kann nur überleben, wenn er das Video widerum jemand anderem zeigt. Das Leben eines anderen muss somit gefährdet oder sogar beendet werden, um das eigene zu retten. Bei Saw sind einige der Fallen ähnlich aufgebaut. Um sein eigenes Leben zu retten, muss das eines anderen beendet werden.

Wenn man sich einmal wirklich ernsthaft mit der Frage beschäftigt, ob man das selbst auch tun würde, fällt die Antwort nicht leicht. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass man sie nicht wahrheitsgemäß beantworten kann, wenn man sich nicht wirklich einmal in solch einer Situation befindet. Stattdessen will ich die Frage ausweiten:

Sind unsere Vorstellungen von Moral nicht luxus?

Ich verwende hier das Wort „luxus“ durchaus in einem positiven Sinn. Wir leben glücklicherweise in einer zivilisierten Gesellschaft, die uns behütet, so dass wir  in der Regel nicht vor solche schweren Entscheidungen gestellt werden müssen. In den aktuellen Krisenherden der Welt sieht die Situation ganz anders aus. Salopp gesagt:
Uns geht es so gut, dass wir uns Moral leisten können.

An der Stelle möchte ich einfach mal abrupt enden und bin schon gespannt, wie ihr den Gedanken weiter führt. Vielleicht habt ihr auch eine völlig andere Meinung. Ich bin schon sehr gespannt.

Veröffentlicht in Film & Fernsehen, Vermischtes. Schlagworte: , , , . 1 Kommentar »

Happy New Year

Ich wünsche allen einen tollen Start ins Neue Jahr!

Auf dass eure Wünsche in Erfüllung gehen und eure Vorhaben im kommenden Jahr von Erfolg gekrönt sein werden. Dabei soll auch das nötige Quentchen Glück nicht ohne einen wohlwollenden Blick an euch vorüber gehen.

In diesem Sinne: Auf ein weiteres Jahr, in dem sicher wieder eine Menge passieren wird, das euch vorwärts bringen und erfreuen soll!!

Silvester

von Flickr-User Frau Chinchilla (cc-by-nc-sa-2.0)

Veröffentlicht in Uncategorized. Schlagworte: . Kommentar schreiben »