My Name is Bruce: Wichtiges Update

Bruce Campbell’s Selbstkarrikatur My Name is Bruce kommt wohl früher als erwartet nach Deutschland:

Movie-Infos.de spricht vom

18.Februar 2009


An diesem bereits dick und rot im Kalender angestrichenen Tag soll die mit FSK 16 freigegebene DVD im Verleih zu bestaunen sein. Man darf gespannt sein, was aus dem lang und heiß erwarteten Machwerk unserer Kindheitsikone geworden ist.

Als Extras werden ein Audiokommentar mit dem Meister höchstselbst – der allein sicher schon die Lachmuskeln enorm belasten wird – sowie ein Making of und diverse Featurettes geboten. Wenn das Making Of nur halb so gut ist wie das von Tanz der Teufel 2, steht uns wahrhaft großes bevor!

ixquick – Neuer Stern am Suchmaschinenhimmel

Vor fast einem halben Jahr hatte ich über die Suchmaschine Cuil geschrieben, um die es schon wieder recht ruhig geworden ist in der Bloggosphäre.

Ein Freund hat mich dieser Tage auf eine Metasuchmaschine aufmerksam gemacht hat, die auf jeden Fall Erwähnung verdient und die in meiner Firefox-Suchleiste auf jeden Fall einen festen Platz behalten wird: ixquick.com

Die Benutzeroberfläche nimmt sich auf den ersten Blick reichlich unspektakulär, was im Grunde nicht schlecht sein muss. Wer sich vom ersten Eindruck nicht abschrecken lässt, kann das Erschienungsbild auch im Einstellungsdialog anpassen. Wichtiger ist ohnehin das, was sie unter der Haube hat.

Eine Recherche bei Wikipedia hat die ersten Pluspunkte offen gelegt: Datenschutz wird hier großgeschrieben. Klar, ein derzeit schlagendes Argumemt, wenn man die Anwender von Google weg ins eigene Boot holen will. Ein Hinweis darauf, dass hier mehr als bloße Phrasendrescherei dahinterstecken könnte, liefert hingegen das Europäische Datenschutzgütesiegel, das Mitte des Jahres vom Europäischen Datenschutzbeauftragten Peter Hustinx verliehen wurde.

Wichtig für eine Suchmaschine sind natürlich die Suchergebnisse die sie liefert. Und hier habe ich einen eklatanten Fehler begangen. Man sollte nie als ersten Test seinen eigenen Nickname eingeben :-D :

stormcloud-ixquick-metasuche

Abgesehen von den gesponserten Treffern liege ich mir meinen beiden Blogs, meinem Eintrag bei blogoscoop und meinen Profilen im MandrivaUser.de-Forum und meinem Jamendo-Account auf den ersten sechs Plätzen, im weiteren Verlauf findet sich noch mehr. So geschmeichelt fällt es daher schwer, noch eine ansatzweise objektive Aussage zu den Suchergebnissen zu liefern…

Dennoch habe ich noch die Bildersuche bemüht, für mich eines der wichtigsten Werkzeuge einer Suchmaschine. Hier habe ich nach einem Häkchen gesucht, das man in Präsentationen immer mal brauchen kann. In Google hatte ich mit dem Begriff „Haken“ sofort Glück und bekam mit diesem doch eher unglücklichen Begriff auf der ersten Seite fünf Treffer präsentiert, in ixquick leider keinen einzigen.

Trotzdem hinterlässt die Suchmaschine einen positiven Eindruck und stellt eine willkommene Alternative zur werbeverseuchten Datenkrake Google dar.

Danke für den tollen Tipp!

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Flyer zum Thema „Computerspiele“ für Lehrer

Der Lehrerfreund hat mich die Tage auf einen Flyer der Landasanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen aufmerksam gemacht.

Darin geht es rund ums Thema „Computerspiele“ und bietet einen guten Überblick. Der Flyer geht dabei gezielt auf Grundlagen ein und erläutert gängige Begriffe, die man sicher allerorts auf dem Schulhof zu hören bekommt. So gibt das Papier einen Überblick über aktuelle Spielekonsolen und erklärt die verschiedenen Genres der Spiele. Auch auf Onlinegames mit Schwerpunkt auf World of Warcraft geht der Flyer ein. Gerade für Lehrer und Eltern, die sich in der Materie gar nicht auskennen, aber auch um Fehlvorstellungen und Vorurteile abzubauen, ist das überraschend objektiv gehaltene Infoblatt hervorragend geeignet.

Den Flyer kann man herunterladen oder auch direkt bei der Landesanstalt in gedruckter Form bestellen.

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Das neue Rad im Star Trek-Universum

Der Trailer zum neuen Star Trek-Film ist seit kurzer Zeit online und er lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück.

Hollywood krankt derzeit stark daran, das Rad ständig neu erfinden zu wollen. Das versucht man entweder durch Remakes, wodurch man ein Franchise wieder auf 0 zurücksetzt, oder durch Prequels, die quasi bei -1 starten.
Die Vorgeschichte einer beliebten Reihe zu erzählen kann durchaus ihren Reiz haben und zu tollen Ergebnissen führen. Batman Begins ist ein Paradebeispiel dafür. Es gibt daneben auch noch eine Grauzone, wie die Star Wars Episoden 1-3, über die man denken mag, was man will. Es gibt dann aber auch die verpatzen Versuche, zu denen ich etwa Casino Royal zähle. Ein Neustart einer Reihe, die dabei die ursprünglichen Filme aus dem Gedächtnis verdrängen und alles doch wieder auf 0 setzen will, mag ich nicht. Aber James Bond soll heute nicht das Thema sein, sondern Star Trek und in welche Kategorie sich der Film letztlich einordnen wird, steht noch in den Sternen. Was sagt uns aber der Trailer bislang?

Zuerst dachte ich, ich würde den falschen Film sehen, als der rote Flitzer über die Wüstenlandschaft fährt. Bei aller Nostalgiefreude glaube ich kaum, dass in so weiter Zukunft auch nur ein halbwegs fahrtüchtiges Exemplar existiert. Selbst Sammler haben sowas höchstens noch in der Garage stehen, aber fahren damit keine affigen Stunts durch die Wüste. Und in der schönen heilen Star Trek-Welt sollten die auch keinen klassischen Sprit mehr verbrauchen dürfen. Ich bin mir sicher, es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben, um zu beweisen, dass der junge James T. Kirk ein Heißsporn war. Die spannende Eröffnungssequenz von Star Trek 5 hat ja auch ohne ausufernde Action von Kirks Lust nach Gefahr und Abenteuer Zeugnis abgelegt.

Uhura muss ein ähnliches Schicksal erleiden. Schon in jungen Kindheitsjahren war Uhura für mich der Archetyp einer Powerfrau. Sie hat ihren Job hervorragend erledigt, kannte sich 1a mit dem Computer aus und hat sich wunderbar in die sonst von Männern dominierte Brückencrew eingegliedert. Nichelle Nichols hat dabei eine Präsenz ausgestrahlt, die sie ohne viele Worte als gleichwertiges Crewmitglied ausgezeichnet hat. Heutzutage scheint es aber leider so zu sein, dass Frauen, die etwas zu sagen haben, zwangsläufig auch ihre halbnackten Brüste in die Kamera halten müssen.

Am schlimmsten hat es aber anscheinend Spock erwischt. Ich war eigentlich immer der Meinung, die Vulkanier seien schon seit jeher logisch und gefühlskalt gewesen. Ein Umstand der immer wieder für komische Momente zwischen Pille McCoy und Mr. Spock gesorgt hat. Der im Trailer gezeigte junge Mr. Spock hingegen hätte hingegen ein Anti-Aggressions-Training bitter nötig. Da muss die Story schon noch was bieten, um diesen Prügel-Spock logisch zu erklären. Auch bleibt abzuwarten, ob der aus Heroes Zachary Quinto bekannte (spielt den Bösewicht Sylar) Mr. Spock überzeugend spielen wird. Quinto hat zwar äußere Merkmale, die dem Aussehen von Mr. Spock durchaus ähneln können, ihn umgibt aber auch stetig eine boshafte, aggressive Aura, die nun gar nicht zu Spock passt. Vielleicht bin ich auch von seiner Rolle in Heroes zu sehr vorbelastet und es bleibt der fertige Film abzuwarten.

Zu guter Letzt ist der Trailer sehr action-lastig und dass zu viel Action einem Star Trek-Film nicht unbedingt gut tut haben wir ja in Star Trek Nemesis deutlich zu sehen bekommen.

Nach all der Kritik scheint auf der Haben-Seite für den Film nicht mehr sonderlich viel übrig zu bleiben.

Einerseits ist es seit langem mal wieder Zeit geworden, bombastische Raumschlachten auf der Kinoleinwand zu sehen, und in der Hinsicht verspricht der Trailer massenhaft Eyecandys. Ich hatte in letzter Zeit sark den Verdacht, dass George Lucas mit Star Wars den Weltraum für sich gepachtet hat. Dass man aber hierfür leider wieder auf ein bekanntes Pferd setzt, anstatt endlich mal eine neue Geschichte aus den Tiefen des Weltraums zu holen, ist bitter. Wenn schon keine eigenen Ideen da sind: Es gibt so viele hervorragende Science-Fiction-Bücher, die nur darauf warten, auf der großen Leinwand ihre opulente Pracht zu entfalten, dass es mir schleierhaft ist, warum vehement die alten Kamellen aus der Schublade zieht. Ok, also dich wieder ein Kritikpunkt…

Ein Plus aber verschweigt der Trailer: Simon Pegg. Der Shaun of the Dead spielt das Maschinen-Ass Scotty und ich denke, dass er den Schotten gut rüberbringen kann. Sicherlich wird er für einige Lacher sorgen.

Bleibt also abzuwarten, ob der Film nur ein weiterer unbedeutender Effekt-Haufen in den Analen der Filmgeschichte sein wird oder ob er tatsächlich das mit der Zeit immer mehr abgeflachte Star Trek-Franchise mit neuem Leben füllen kann.

Namen sind doch Schall und Rauch

Immer wieder lese ich über schlechte Synchronisation von Filmen oder über mies übersetzte Bücher. Hier wird der Wortwitz des Originals nicht 100% getroffen, da kommt die Stimmung nicht richtig rüber. Wenn man sich aber mal in den 70er und 80er Jahren umschaut, könnte man meinen, Wörterbücher würde es erst seit kurzem geben. Begleitet mich also auf einen kurzen und sicher nicht vollständigen Streifzug durch die Übersetzungswirren der cineastischen Frühzeit!

Begeben wir uns zu unserer ersten Station zum Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. 1954 entstand in Japan aus den bösen Mächten des Atoms das wahrscheinlich größte Filmmonster aller Zeiten: Godzilla. Dieser treibt selbst heute noch, 50 Jahre nach seinem ersten Angriff auf Tokyo, sein Unwesen.
Aber damals, als für fast alle Länder des kapitalistischen Westens der komplette Osten noch ein Mysterium für sich war und die „Rote Gefahr“ an jeder Ecke lauern konnte, glaubte man anscheinend auch, dass Menschen mit Mandelaugen prinzipiell nicht in der Lage seien, den Buchstaben „R“ auszusprechen. Der Umstand, dass „R“ gerne mit „L“ ersetzt wurde, war zu der Zeit schon immer für einen Witz gut (verbrecherische Chinesen hießen in Eastern etwa Lang Fang) und hält sich auch heute noch tapfer. Als Beispiel sei die Restaurant-Szene in Lethal Weapon 4 zitiert:

„Das heißt ‘Gebratener Reis’, du Plolet!“

Man durfte also den geneigten Kinogänger nicht damit verwirren, dass Asiaten nun doch plötzlich das „R“ aussprechen können, und benannte Gojira spontan in Godzilla um. Naja, egal, inzwischen haben sich auch die Japaner daran gewöhnt, dass überall sonst auf der Welt die Riesenechse nunmal Godzilla heißt.

Weit früher hatte man im Westen mit dem Stop-Motion-Affen King Kong einen monströsen Erfolg (tolles Wortspiel :-D ) erzielen können. Umso größer war die Freude, als 1962 die Echse gegen den Affen im ultimativen Duell antreten durfte. Ich habe keine konkreten Zahlen, aber der Erfolg muss phänomenal gewesen sein, denn wie sollte man sonst erklären, dass King Kong in der folgenden Zeit immer wieder einen Auftritt in Godzilla-Filmen hatte. Zumindest in Deutschland. Zumindest dem Namen nach.
Die in den folgenden Jahren begangenen groben Übersetzungsfehler kann ich mir nur so erklären: Das Interesse an Godzilla-Filmen könnte abgeklungen sein. Der Verleih musste sich etwas einfallen lassen, um die Leute bei der Stange zu halten. Anscheinend sprach man dem durchschnittlichen Zuschauer nur wenig Intelligenz zu und man versprach sich von der bloßen Verwendung des Namens King Kong einen größeren Erfolg.
1973 wurde der Streifen Godzilla vs. Megalon prompt unter dem Titel King Kong – Dämonen aus dem Weltall vermarktet und dem darin vorkommenden Roboter Jet Jaguar einfach mal der Name King Kong verpasst. Warum auch nicht? Ein menschengroßer Roboter hat ja mit einem Riesenaffen recht viel gemeinsam und der Unterschied würde sicher niemandem auffallen.
Scheinbar zahlte sich das Marketingkonzept tatsächlich aus, denn der im Jahr darauf erscheinende King Kong gegen Godzilla benannte auch das von fiesen außerirdischen Mächten eingesetzte Monster Mechagodzilla in King Kong um. War ja auch ein Roboter, auch hier würde der Unterschied bestimmt niemandem auffallen. Einmal angefangen muss man die Schiene natürlich weiterverfolgen, weshalb der daran anschließende Film mit Mechagodzilla auch Konga, Godzilla, King Kong: Die Brut des Teufels hieß. Vielleicht täusche ich mich und man möge mich korrigieren, aber ich glaube mich zu erinnern, dass zumindest in der Synchronisation dann Mechagodzilla wenigstens auch so genannt wurde.

Auch bei einem weiteren „Vergehen“ bräuchte ich Hilfe. Wie lässt es sich erklären, dass ab 1966 immer wieder Godzilla Filme auftauchten, die mit Frankenstein tituliert waren? Wo kommt in dem ersten Film solchen Namens – Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer – Frankenstein oder zumindest sein Monster vor? Generell erscheint es, als wolle man den Zuschauer nicht mit nichtssagenden Begriffen unnötig belasten. Dass besipielsweise ein durch Umweltverschmutzung entstandenes Müllmonster besser Hydrox als Hedorah heißen sollte, macht natürlich mehr Sinn. Somit muss man dem deutschen Verleih von damals eigentlich dankbar sein, dass wenigstens bei uns die Monster Namen haben durften, mit denen man auch was assoziieren konnte. Hauptsächlich eben Riesenaffen und Zombies aus dem Heimwerkerbaukasten.

Vom Marketing und vom anderen Ende der Weltkarte weg, muss man nicht weit suchen, um noch mehr Beispiele zu bekommen. Doch bevor wir über den großen Teich nach Amerika schauen, sollten wir uns eingehender mit dem Menschenbild befassen, das bei den Filmverleihfirmen damals vorherrschend sein musste. Mit meinen vorangegangenen Ausführungen habe ich Ihnen sicher unrecht getan und entschuldige mich wenn der Eindruck entstanden ist, dass der Zuschauer nur eine begriffsstutzige Geldschleuder gewesen sei, die man mit zu vielen unterschiedlichen Namen und Bezeichnungen nicht überfordern durfte. Nein, man erkannte klar den Zuschauer als fühlendes, menschliches Wesen an. Damals in den 70er Jahren, die Erinnerungen an den Vietnam-Krieg waren noch frisch, mussten moralische Maßstäbe höher angelegt werden als sonst. Das erkannte man auch Deutschland, der Filmverleih war sich seiner großen Verantwortung, die er innehatte, durchaus bewusst. Der Schutz des Menschen, auch seines Geistes, sollte oberstes Gebot sein. Neben all der Gewaltzensur in Filmen musste daher also nicht nur die visuelle sondern auch die inhaltliche Ebene in Angriff genommen werden. Filme wie das Texas Chainsaw Massacre waren da leider schon durchs Raster gerutscht. Aber das sollte nicht noch einmal passieren. Mit dem Hügel der blutigen Augen sollte alles besser werden:
Seit dem 2006er Remake weiß man ja, worum es in The Hills have Eyes eigentlich geht: Irgendwelche Hinterwäldler-Mutanten greifen arglose Mitmenschen an, die leider zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Das war aber nicht immer so. 1977, als das Original das Licht der Lichtspielhäuser erblickte, war man sich der psychologischen Tatsache des Lernens am Modell schon durchaus bewusst gewesen. Ein paar degenerierte Hinterwäldler konnte man als mögliche Vorbilder auch mündigen Bürgern gegenüber nicht moralisch vertreten. Aber was konnte man tun, ohne den Film komplett verbieten zu müssen?
Vermutlich besann man sich an die guten alten Godzilla-Tage zurück und gab dem Kind kurzerhand einen anderen Namen. Fortan sollten es keine inzestiösen Hillbillies sein, die ihr Unwesen trieben, sondern durchtriebene Mutanten aus den Tiefen des Alls. Der Schluss liegt nahe, schließlich kann doch kein Mensch wirklich so grausam sein und solch unsägliche Dinge, wie sie der Film zeigt, anderen Menschen angedeihen lassen. Nur Nichtmenschen aus den Unweiten des Weltraums können zu solchen Schandtaten in der Lage sein. Problem gelöst!

In den 80er Jahren fand langsam schleichend ein Gesinnungswechsel statt. Man musste den Zuschauer nicht mehr auf Biegen und Brechen vor sich selbst beschützen. Trotzdem traute man ihm nur mangelnde Englischkenntnisse zu und versuchte immerhin noch bei den Filmtiteln, ihn vor Schlimmerem zu bewahren. Ein einfaches Beispiel zum Einstieg gefällig?

Missing in Action mit Übermensch Chuck Norris war recht erfolgreich. Beim später erscheinenden Missing in Action 2 war man sich über die Bedeutung der beiden Wörter Prequel und Sequel noch uneins. Missing in Action 2 war ein so genanntes Prequel und erzählt damit die Ereignisse vor dem ersten Teil. Der Originaltitel Missing in Action 2: The Beginning weist deutlich darauf hin. In Deutschland vertrat man aber wohl die Ansicht, dass ein Film, der später gedreht wurde, auch zwangsläufig eine chronologisch später stattfindende Handlung zum Inhalt haben muss. Der Film heißt daher bei uns Missing in Action 2: Die Rückkehr.

Ein grandioses Beispiel deutschen Filmtiteleinfallsreichtums (tolles Wort) ist für mich immer noch die Howling-Reihe:

Originaltitel Deutscher Titel
The Howling Das Tier
Howling II: …Your Sister Is a Werewolf Das Tier II
Howling III Wolfmen
Howling IV: The Original Nightmare Howling
Howling V: The Rebirth Howling V
Howling VI: The Freaks Howling VI
Howling: New Moon Rising Howling VII

Göttlich, oder? Wer es nicht weiß, wird sich sicher fragen, warum er Howling 2 – 4 nirgendwo finden wird. Solche Beispiele finden sich sicher noch zuhauf und ich freue mich auf weitere von euch in den Kommentaren.

So, und jetzt beschwere sich nochmal jemand über die aktuelle Synchronisation oder die Filmtitelübersetzungen der heutigen Zeit …

Hinweis:
Verwendung der in diesem Artikel gezeigten Godzilla-Statue mit freundlicher Genehmigung von Paul Ferguson.

Was hat der Playboy mit Shakespeare zu tun?

wikipedia)

von William Rimmer (Quelle: wikipedia)

Habe mir gestern im Zuge des Themenabends „Hexen“ auf 3sat MacBeth von Roman Polanski aufgenommen.

Beim Durchspulen, ob auch alles geklappt hat, war nicht wenig erstaunt als ich im Vorspann zu lesen bekam:

A Playboy Production

Wow, das hat mich doch beeindruckt. Der Film ist von 1971 und von Roman Polanski, der ja eigentlich für anspruchsvolle Filme bekannt ist. Was hat den Playboy also damals dazu bewegt, ein Shakespearestück zu finanzieren? Hier wäre ein Audiokommentar sicher interessant. Ich kann mir gut einen Streit zwischen Polanski und Heffner am Set vorstellen, ob die drei Hexen am Anfang nun aus der Playboy Mansion oder dem örtlichen Altersheim gecastet werden :-)

Avatar – Herr der Elemente: Warten auf den Soundtrack

Dem einen oder anderen ist die von Nickelodeon produzierte Zeichentrickserie Avatar – Herr der Elemente sicher ein Begriff.

In nur drei Staffeln mit Folgen von etwas über 20 min. wird dem Zuschauer eine wundervoll ausgearbeitete Geschichte von epischer Größe erzählt. Dabei gelingt es der Serie stets gekonnt zwischen tragischen und komischen Elementen zu balancieren ohne lächerlich zu wirken. Sämtliche Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und durchleben eine Wandlung, wie man sie bei Zeichentrickserien selten antrifft.

Die Qualität der Animationen geht über das gewohnte Niveau hinaus, man bekommt atemberaubende Bilder und nahezu perfekt choreografierte Kämpfe geboten. Etwas, wovon sich nahmhafte Regisseure gerne mal eine Scheibe abschneiden könnten.

Untermalt wird die mitreißende Geschichte um den letzten Luftbändiger von einem epochalen Soundtrack, der der Größe der Geschichte in jeder Beziehung gerecht wird. Man spürt den körperlichen wie geistigen Kampf, den die Helden bestreiten müssen, in jeder Faser.

Umso verwunderlicher, dass gerade dieser Soundtrack, der besonders in den Kampfszenen an den Score von Tan Dun aus Tiger & Dragon oder Hero erinnert, noch nicht veröffentlicht wurde.

Aber auch hier zeigt sich die Internetcommunity stark und bringt mich aus meiner Schwärmerei für die bislang beste Zeichentrickserie zum eigentlichen Anliegen dieses Artikels: einer Online-Petition, die hoffentlich auf fruchtbaren Boden fällt und die Fans den Avatar Aang auch musikalisch in ihren Gedanken über die nun abgeschlossene Serie hinaus begleiten lässt.

Wenn euch die Sendung auch so gefällt, dann nehmt euch bitte ein paar Sekunden Zeit und fördert die Petition mit eurer „Unterschrift.

zur Unterschriftenaktion

Mein Linux-Tagebuch

Der erste Schritt ist getan. Neben einer OpenSUSE-Installation auf dem Laptop habe ich mir nun auch Mandriva auf dem Desktop-Rechner installiert. Zeit also, mich endlich näher mit Linux zu beschäftigen.

Über meine Erfahrungen möchte ich bloggen, allerdings nicht hier, damit das Ganze nicht zu unübersichtlich wird. Daher habe ich das Linux-Tagebuch auf einen seperaten Blog ausgelagert, zu dem ihr durch Klick auf das Banner unten gelangen könnt.

Ich hoffe damit, dem einen oder anderen den Einstieg erleichtern und vielleicht auf das eine oder andere Detail hinweisen zu können, das sich oft in den Untiefen diverser Websites und Foren versteckt hält.

Viel Spaß damit!

header-linux-blog

P.S.:
Bitte keinen Distro-War in den Kommentaren erzeugen. Ich hab mir die Distributionen aus gutem Grund rausgesucht.

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Wann ist denn endlich Schluss?

Logo für Remake-BeiträgeJaja, die amerikanische Filmindustrie kann alles besser und es ist mal wieder Zeit, darauf hinzuweisen.

Der koreanische Thriller Oldboy von 2003 gehört zu den großen Meisterwerken dieses Jahrzehnts und wird mit Lob und Preis überschüttet. Meiner Meinung nach zurecht.

Wie bei allen halbwegs erfolgreichen asiatischen Filmen lässt auch ein US-Remake nicht lange auf sich warten. Doch dieses mal waren die Inder schneller: Zinda – Ein gestohlenes Leben ist das entsprechende Bollywood-Pendant, allerdings ohne den sonst überall auftauchenden Shahrukh Khan. Ich nehme mal an, dass Zinda dann auch ohne Tanz-, Gesangseinlagen und im Abendkleid Basketball spielende Modells auskommt.

Aber das interessiert Hollywood nicht die Bohne, schließlich sieht man sich als Filmideenvermarktungsmonopolist und alles, was nicht aus den eigenen Studios kommt, ist eh nicht gut genug umgesetzt. Da muss dann schon ein Steven Spielberg und ein Will Smith ran, um die aufrüttelnde Rachegeschichte des 15 Jahre lang Eingesperrten adäquat umzusetzen.

Toll.