Nachdem ich bei der Recherche auf immer mehr Unsinn und absolut nutzlose Dienste stoße, dachte ich, ich stell euch hier mal einige davon vor (die ganzen Communities, Videoportale usw. hab ich absichtlich weggelassen, da dabei ja der Geschmack entscheidend ist). Die Beschreibungen stammen überwiegend von der Seite web2null.de, Kommentare von mir sind kursiv:
alleinr – Dazu sag ich nix, lasst euch überraschen.
plan2spend – Ein Dienst, der mir Überblick über meine Finanzen verschafft. Ich weiß nur nicht, was meine Finanzen im Internet verloren haben.
youarethemodel – Hier kann man ein Photo von sich hochladen und verschiedene Sonnenbrillen testen, um zu sehen welcher Sonnenbrillentyp man ist. Wenns das noch für Klaotten gibt werden Spiegel überflüssig.
wamadu – frazr – Ein Twitter Klon. Dabei kann man in kurzen Textnachrichten der Welt mitteilen, was man gerade tut. Wie spannend! Wer meint, dass er so wichtig ist …
mojikan – Mojikan ist ein Wesen mit einer virtuellen Persönlichkeit, die sich, je nach Aktionen des Users, verändern kann. Beispielsweise ändert es seinen Gemütszustand, abhängig von den Worten, die man in dem integrierten Messenger benutzt. Also mir genügen die klassischen Smileys.
webplanet – Webplanet hat sich die komplette Erfassung der Menschen dieser Welt auf einer Website zum Ziel gesetzt. User können hier ein persönliches Profil erstellen und mit ihrer individuellen Signatur überall im Netz verlinken. Ohne Worte…
personalweb – Basierend auf dem Suchverhalten des Users, macht PersonalWeb Vorschläge für Interssantes im Netz. Da sich PersonalWeb aus Anzeigenmitteln finanziert, wird dem User auch personalisierte Werbung angezeigt. Aha, haben wir nicht schon genug Spam im Postfach?
ExperienceProjekt – Bei Experience Project können User von ihren Lebensgeschichten, Geständnissen und Erfahrungen berichten, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Sie können sich mit Gleichgesinnten austauschen oder Kommentare abgeben. Also quasi Talkshow im Internet. Ob das Niveau dort höher ist wage ich zu bezweifeln. Faszinierend hingegen ist das Mitteilungsbedürfnis der Menschen, ihre Umwelt mit ihren Sorgen zu unterhalten um Mitleid zu heischen.
lunchprodigy – Lunch Prodigy ist ein Tool, das für Firmen gedacht ist, deren Mitarbeiter gemeinsame Essensbestellungen aufgeben. Das Tool soll Zeit sparen und Mißverständnisse bei der Bestellaufnahme vermeiden. Was ist nur aus dem guten Zettel-und-Stift geworden?
MyCyberTwin – Mithilfe von MyCyberTwin können User einen Klon erstellen, der ihre Persönlichkeit repräsentieren soll. Dieser Klon soll dann anstelle des Users mit Freunden und Bekannten chatten, während man selbst abwesend ist. Die virtuelle Persönlichkeit wird mithilfe von 79 Fragen und hunderten von Trainingsfragen erstellt. Den fertigen “CyberTwin” kann man dann auf der eigenen Website einfügen. Also wenn ich keine Lust zum Chatten hab, dann lass ichs einfach!
StripeGenerator – Der Stripe Generator stellt allen Web 2.0 Designern Streifen und Schatten zur Hintergrundgestaltung Ihrer Site zur Verfügung. Ich denke, wer weiß, wie man eine Webseite erstellt, der weiß auch, wie man Striche mit einem (Vektor-)Grafikprogramm zieht.
ActiveAllowance – ActiveAllowance ist ein Tool zur Verwaltung des Taschengeldes der Kinder. Kinder sollen so lernen, ihr Taschengeld überlegt und verantwortungsbewußt zu sparen oder auszugeben. Es gibt Wochenplaner, Kontoübersichten und Zielplaner für die Kinder. Diskussionen über mehr Taschengeld sollen so vermieden werden. Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen: „Mama, die kriegen alle viel mehr Taschengeld als ich…“. Ansonsten kann ich nur dasselbe wie beim Finanzplaner hinzufügen.
SoWeSay – Mit SoWeSay kann man seine Meinung über jede beliebige Person kundtun. Man kann neue Profile für Personen erstellen, oder bestehende Profile suchen und bewerten. Achso, also das, wofür Blogger immer gemahnt werden, soll man hier dürfen? Wie war das gleich mit der Würde des Menschen … Wenn die Diskussion da eskaliert kommen mir gleich so Wörter wie „üble Nachrede“ und „Schädigung des öffentlichen Ansehens“ in den Sinn. Anwälte reiben sich sicher schon die Hände.
Celebralike – Bei Celebralike können User ihre Fotos hochladen und von anderen Usern ihre Ähnlichkeit mit Prominenten bewerten lassen. Ich suche immer noch den Sinn.
agester – Bei Agester können User das Alter der anderen User erraten. Im Gegenzug können sie ihre eigenen Fotos hochladen und ihr Alter von den anderen Usern erraten lassen. Siehe oben.
mythings – In MyThings kann man seine Besitztümer katalogisieren und schätzen lassen. Meinen spärlichen Besitz kann ich auch mit Tabellenkalkulation oder Datenbank aufnehmen, ohne dass die ganze Welt wissen muss, was in meiner Wohnung herumsteht (macht es Dieben aber bedeutend einfacher). Zudem ist eben auch die Frage, was das für Leute sind, die da meinen Besitz schätzen…
myDreams – Fällt auch wieder in die Kategorie „Suche nach Aufmerksamkeit“
RateMyRoom – HomeAndTell – Rate My Room / Home And Tell gibt den Nutzern die Möglichkeit, ihre Wohnungseinrichtung vorzustellen und bewerten zu lassen, sowie sich Tipps für die eigene Einrichtung zu holen. Abermals Selbstdarstellung.
So, das war mal ein kleiner Vorgeschmack. Wenn ich noch mehr „Schmarn“ im boomenden Web2.0-Netzwerk finde, werde ich euch natürlich nicht damit verschonen. Jedenfalls hab ich sogar extra dafür eine neue Kategorie aufgemacht













