Buchempfehlung zur Relativitätstheorie

Wer sich näher mit Einsteins Relativitätstheorie beschäftigen möchte, dem sei das Buch E=mc2 von Thomas Bührke empfohlen.

Bührke gibt zu Beginn einen kurzen Einblick in Einsteins Leben, wie er zu seinen großen Entdeckungen kam und warum die Relativitätstheorie als Notwendigkeit aus der Unvereinbarkeit der Newtonschen Mechanik und den Maxwellschen Erkenntnissen hervorging. Dabei wird bereits deutlich, dass die Relativitätstheorie keineswegs ein mentales Konstrukt oder eine Sache fern unserer Wirklichkeit ist, sondern dass sie selbst in unserer Erfahrungswelt eine Rolle spielt.

In einem längeren Kapitel wird die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie anhand zahlreicher Gedankenexperimente und Beispiele erläutert, was ungemein zum Verständnis beiträgt. Auch hier hangelt sich Bührke an der Geschichte entlang, so dass das Lesen zum Erlebnis wird. Es ist richtig spannend, welche Überlegungen Einstein vorwärts treiben. Die Beispiele sind dabei passend gewählt und stammen häufig aus der Astrophysik (man merkt, dass Bührke hier zu Hause ist). Obwohl das Buch fast ohne Bilder oder Grafiken auskommt sind die (Gedanken-)Experimente doch so plastisch beschrieben, dass man sie sich jederzeit vorstellen kann. Dennoch sollte man nicht völlig unbedarft daran gehen. Etwas physikalische Grundbildung sollte man mitbringen, um die Experimente nachvollziehen zu können.

Das letzte, kürzere Kapitel befasst sich dann mit den praktischen Anwendungen “im Alltag” und deckt Bereiche der Kern- und Fusionsenergie und sogar des Global Positioning Systems (GPS) ab.

Alles in allem ein durchweg gelungenes Buch, das zeigt, dass sogar komplizierte Physik spannend sein kann.

Zeig den Transformer in dir

Auch wenn man über Michael Bays Materialschlachten geteilter Meinung sein kann, haben sich die Leute der Marketingabteilung zum neuen Transformers-Film etwas besonderes einfallen lassen:

Auf der Website kann man sich selbst zum Transfomer machen. Einfach ein Photo hochladen oder live mit der Webcam machen, den Transfomer zusammenbauen und fertig.

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Das Ergebnis lässt sich in voller Größe, als Avatar oder direkt in Facebook speichern.

Ich werd mit jetzt noch ein paar basteln. Viel Spaß damit!

[via Fünf Filmfreunde]

Endlich Prüfungsfrei!!!!

Nach über einem halben Jahr intensivster Vorbereitungen, das jeweils von einzelnen Prüfungen unterbrochen war, habe ich nun endlich alles über- und bestanden. Und das sogar gar nicht mal schlecht.

Ich bin zufrieden, überglücklich und stolz, das PH-Studium recht ordentlich hinter mich gebracht zu haben. Es war eine schöne Zeit, die mir viel gegeben und mich weiter gebracht hat. Es ist erst seit einem Tag vorbei, insofern klingt es vielleicht seltsam, dass ich die Hochschule schon ein bisschen vermisse: die netten Menschen, die zu tollen Freundschaften geführt haben, die mit Masse doch interessanten Veranstaltungen, allen voran natürlich die der Physik und der Informatik (Danke, Herr Spannagel!!).

Es gilt jetzt aber auch nach vorne zu sehen, denn das Lehramtsstudium war nur der erste Teil. Im Februar wird es mit dem Referendariat weitergehen. Ich bin schon sehr gespannt.
Da ich voraussichtlich das begleitende Seminar in Ludwigsburg besuchen werde, werde ich sicher das eine oder andere bekannte Gesicht dort wieder treffen. Denen sage ich schonmal: Bis bald!
Allen anderen, die in der nächsten Zeit ihre Prüfungen vor sich haben, wünsche ich eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen und das nötige Quentchen Glück. Die folgende Analogie, die ich mir überlegt habe, passt vielleicht ganz gut:

Eine mündliche Prüfungen ist wie mit verbundenen Augen Dart spielen. Man kann nur durch eine gute Vorbereitung die Scheibe vergrößern.

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Also doch mal Twitter

Ich gestehe:

Nach zwei kläglich gescheiterten Versuchen mit Pownce und Plurk, mich für Microblogging zu begeistern, wage ich einen weiteren Versuch mit dem Platzhirsch Twitter.

Diesmal gehe ich anders heran:

  • Nicht jedem Twitter-User folgen, der halbwegs interessant klingt (zumindest für den Anfang).
  • Das Rauschen möglichst gering halten
  • Nicht jedem Gespräch folgen.
  • Fazit: Mich nicht stressen lassen

Mit Twitter sollte zumindest der letzte Punkt leichter werden, da man nicht etwa wie Plurk damals eine bestimmte Posting-Frequenz braucht, um Zusatzfeatures freizuschalten.

Der Einstieg hatte mich schonmal geärgert. Twitter scheint immer noch zeitweise recht fehleranfällig. Ich habe knapp 3 Tage gebraucht, bis ich mein Hintergrundbild ändern konnte.

Ansonsten klappt es recht gut und ich hab auch bereits diverse Clients getestet, die das „Arbeiten“ mit Twitter leichter machen sollen.

  • TwitterBar - Damit kann man direkt aus der Adressleiste des Firefox heraus twittern. Sinnvoll dann, wenn man nur Output erzeugen möchte, nicht aber so sehr anderen folgen möchte.
  • TwitterFox - Ebenfalls ein Firefox-Addon. Zeigt Tweets, Replies und Direct Messages getrennt an, was es recht übersichtlich ist. Mehr kann es nicht, reicht aber auch, wenn man noch nicht so vielen Leuten folgt.
  • twhirl - Adobe Air Anwendung, die von der Oberfläche her an Twitterfox erinnert, aber stark erweitert ist mit vielen nützlichen Funktionen. Unterstützt auch andere Dienste wie Friendfeed.
  • Tweetdeck und DestroyTwitter - bieten umfangreiche Funktionen. So kann man viele Kontakte etwa in Gruppen sortieren, um den Überblick zu behalten. Beide bieten weiterhin die Möglichkeit, Links automatisch zu kürzen und Bilder direkt bei twitpic zu posten. Außerdem lassen sich Suchlisten nach besttimmten Wörtern oder Tags generieren.

Die ersten Tage mit Twitter sind ganz gut verlaufen, auch die grundlegenden Befehle habe ich bereits verinnerlicht und verstehe auch die Verwendung von hashtags.

Ein paar Fragen sind aber immer noch offen:
Beispielsweise finde ich Reply-Funktion noch recht unübersichtlich. Bei manchen Twitter-Nutzern bestehen die Beiträge ja fast ausschließlich aus @-Beiträgen. Da ich aber nich sehe, was der andere geschrieben hat, sind diese Beiträge zunächst einmal inhaltslos, da ich den Zusammenhang nicht sehe. Ist also erstmal Rauschen für mich. Es ist mühsam, sich dann bei so einem „Gespräch“ durch alle User zu klicken und zu versuchen, das chronologisch zu sortieren. Außerdem müsste ich, um auch Tweets der Gesprächspartner zu bekommen, diesen folgen, was ich wenigstens zu Anfang noch nicht möchte (erstmal nur Leuten folgen, die ich persönlich kenne).
Gibt es da nicht etwas, das mir solche „Gespräche“ übersichtlich darstellt?

Außerdem habe ich ein seltsamens Phänomen: In meiner Übersicht steht, dass ich 3 Follower hätte, wenn ich aber auf die Übersicht gehe, habe ich nur 2. Betrifft das Phänomen noch jemanden?

Ich habe meine Tweets (ohne Replies) bereits hier im Blog in der rechten Leiste eingebaut. Ihr findet mich aber auch hier bei Twitter direkt. Oder über den kleinen Button bei den anderen Webprofilen ebenfalls in der rechten Leiste.

Also:

Fragen… (2)

Die zweite Frage ist schnell im Bereich der Naturwissenschaften, genauer in der Physik, verortet und befasst mit Zeitreisen. In Gedankenexperimenten befasse ich mich häufig mit diesem Thema.

Heute geht es um die alte Verfilmung von H.G. Wells „Die Zeitmaschine“. Darin sehen wir nach der Einleitung den Helden in seine Zeitmaschine, ein Schlitten mit angeflanschtem Glücksrad, steigen, einige Hebel betätigen und die Reise in die weit entfernte Zukunft antreten. Das läuft wie folgt ab:

Nachdem er am Hebel gezogen hat beginnt sich das Glücksrad immer schneller zu drehen und wir sehen aus seiner Sicht, wie auch die Zeit schneller verstreicht. Aus seinem Fenster beobachtet er, wie die Sonne und der Mond am Himmel mit rasender Geschwindigkeit vorbei ziehen. Die Maschine „beschleunigt“ immer weiter in der Zeit, er jedoch verlässt seinen Platz im Raum nicht. Er bleibt also auf der Stelle stehen und sieht, wie sein Haus langsam zerfällt und wie sie Welt sich verändert.

Mir stellt sich nun die Frage, wie die Welt hingegen ihn sieht. Der erste Gedanke ist: da er sich nicht von der Stelle bewegt und nur die Zeit schneller abläuft müssten ihn die Leute als starre Statue da in seinem Schlitten sitzen sehen, zusammen mit einem Rad, das sich unheimlich langsam bewegt (die Bewegung könnte man nur feststellen, wenn man es jahrelang beobachten würde). Das wirft die Frage auf, warum Schlitten dann nicht einfach jemand wegschiebt. Er sieht eigentlich recht wertvoll aus …

Der nächste Gedanke dann: Er ist für seine Umwelt unsichtbar. Der Gedanke, der zu dieser Annahme führt, ist relativ kompliziert zu erklären, aber ich versuche es trotzdem einmal. Der Zeitreisende erklärt zu Beginn lapidar, die Zeit sei lediglich so etwas wie eine vierte Raumdimension, auf der er sich bewegen könne. Nun nehmen wir an, der er hätte einen Beobachter bei sich gehabt, der seinen Start miterlebt hätte und beschränken wir den Vorgang auf eine Sekunde. Weiterhin sei seine „Geschwindigkeit“, mit der er sich durch die Zeit bewegt, konstant. Also, er startet nun seine Maschine und bewegt sich damit tatsächlich physisch durch die Zeit. Für den Beobachter wäre er sofort verschwunden, denn während für diesen eine Sekunde vergeht, ist der Zeitreisende bereits schon in der Zeit weiter „vorne“, also bei Sekunde 5 oder 6. Als Analogie können wir uns ein Auto vorstellen, das rasend schnell fährt. Wenn wir eine kleine Fläche auf der sonst leeren Autobahn beobachten ist die Stelle für uns leer. Wir können nicht nach links und rechts sehen sondern nur diesen kleinen Ausschnitt. Das Auto braust nun heran und überfährt unsere Stelle. Das kleine Feld auf dem Boden war nur einen kleinen Moment lang nicht mehr leer. Wenn wir in dem Moment geblinzelt haben, haben wir es vielleicht gar nicht bemerkt. Wenn ich nun heute in dem Garten stehe, wo früher das Haus des Zeitreisenden war und genau hinschaue, könnte ich ihn dann für einen Moment sehen? Wenn er also genau jetzt durch meinen Sekundenabschnitt durchbraust. Also ich schaue eine Sekunde lang die Stelle an, der Zeitreisende hält sich aber nur einen Sekundenbruchteil davon in dieser einen Sekunde auf, da er eine viel schnellere Zeit fährt und im selben Zeitfenster vielleicht ein Jahr zurücklegt.

Der Gedanke fühlt sich aber für mich nach einem Logikfehler an, ich kann ihn aber nicht konkret fassen. Müsste ich den Reisenden dann nicht doch immer sehen? Denn nehmen wir an, er ist nach 10 Minuten schon in meiner Zeit, 2009, angelangt. Ich stehe als hier, am 10.06. und laufe auf seinen Garten zu. Er ist vielleicht gerade schon bei 1980 und rast mit einem Affentempo in der Zeit weiter. In dem Moment, in dem ich sein Gartentor erreiche ist auch er am 10.06 angelangt und flitzt aber schon weiter. Dennoch, in einem Sekundenbruchteil seiner Zeit war er am 10.06. da. Wenn ich nun also den ganzen Tag am Gatter stehe und beobachte, dann müsste ich doch auch seine gesamte Verweildauer sehen, oder nicht? Das würde mich ja wieder zum ersten Gedanken bringen …

Hm, jetzt, wo ich das aufschreibe, fällt mir auf, dass es sich so erklären ließe, dass ich im Vergleich zum Beobachter, der den Start beobachtet hat, einen anderen „Zeit-Autobahn-Abschnitt“ sehe. Nur weil er räumlich identisch ist, muss es zeitlich nicht zwangsläufig der gleiche sein, schließlich bewegen wir uns laut der Aussage des Zeitreisenden auf einer anderen Koordinatenachse.

Was meint ihr? Wo ist mein Denkfehler? Wie glaubt ihr könnten sich seine Zeitreise erklären lassen. Wohlgemerkt, mir geht es hier um eine, in der man ständig in der Welt präsent ist und sieht, wie sich alles verändert. Zeitreisen, in denen man sich einfach in eine Maschine stellt oder durch ein Tor latscht und dann plötzlich in der Zeit ist, die man wollte (oder auch nicht wollte), finde ich gar nicht so spannend. Höchstens deren Auswirkungen, aber das ist wieder eine neue Frage ;-)

Fragen… (1)

Es gibt Fragen, die mich immer wieder beschäftigen. Seltsame Fragen. Fragen nach dem Leben, dem Universum und allem. Und meist ist „42“ eine recht unbefriedigende Antwort. Es sind Fragen, die vielleicht unsinnig erscheinen. Fragen vielleicht auch, die den Anschein erwecken könnten, sie seien eine versteckte Form der Kritik oder Häme. Aber das sind sie nicht. Sie beschäftigen mich einfach, vielleicht auch nur deshalb, weil es mir bislang noch nicht möglich war, eine verständliche Antwort zu finden. Wenn es euch manchmal auch so geht, dass ihr mehr oder weniger alltägliche Situationen einfach mal zum Spaß hinterfragt und euch überlegt, warum manche Dinge so sind, dann begleitet mich doch einfach und versucht gemeinsam mit mir, hinter die Dinge zu schauen.

Meine erste Frage lässt sich wohl am ehesten der Sozialpsychologie zuordnen: Warum beginnen Menschen einen Smalltalk nicht selten mit Fragen, deren Antwort derart offensichtlich ist, dass man wiederum danach fragen könnte, warum sich der andere nicht veralbert vorkommt.

Ein Beispiel, bei dem wir uns folgende Situation vorstellen: Jemand steht in seinem Hof, leicht versetzt sein Auto, welches nass in der Sonne glänzt. Daneben haben wir noch einen Eimer, diverse Lappen und weitere Utensilien. Dieser Jemand steht also bei seinem Auto, einen Schwamm in der einen und einen Lappen in der anderen Hand und tut zweifelsohne etwas, das Mr. Miyagis Auftragen-und-Polieren-Kata sehr ähnlich sieht. Warum begrüßen wir einen Solchen mit den Worten: „Oh, putzt Du gerade Dein Auto?“. Welche Antwort erwarten wir dann eigentlich vom Gegenüber, denn ein schlichtes „Ja“ lässt die Konservation schneller wieder enden, als sie begonnen wurde.

Das war jetzt zynisch formuliert, aber die Frage meine ich tatsächlich ernst. Auch ich ertappe mich zum Beispiel dabei, wie ich in der Mensa mit einem Tablett bewaffnete Bekannte mit der Frage verblüffe, ob sie Mittagessen gehen würden.

Warum beginnen wir also Gespräche auf diese Weise? Ist es ein kulturelles, vielleicht sogar nur auf Süddeutschland beschränktes Phänomen?

Ich könnte mir vorstellen, dass die einfache Frage die Konversation in Gang setzen soll und man damit auch gleichzeitig die Verantwortung über den eigentlichen Beginn an den anderen abgeben möchte. Wenden wir uns nochmal dem Autobeispiel zu, so könnte eine mögliche Antwort sein: „Ja, heute passt das Wetter endlich mal.“ Damit hätte man einen Aufhänger, um sich über das Wetter zu unterhalten. Oder „Ja, heute habe ich endlich mal die Zeit dafür. Die Arbeit war in letzter Zeit so anstrengend“. Der perfekte Einstieg, um zu fragen, was denn in der Arbeit besonderes los war.

Das ist leider nur eine Vermutung, die ich mir selber zusammengeschustert habe. Habt ihr andere Erklärungen? Oder sogar eine „wissenschaftlich fundierte“ Antwort? Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen.

Star Trek – Der Reboot

Obwohl mich der Trailer zum neuen Star Trek Film absolut enttäuscht zurückgelassen hatte, habe ich den Kinobesuch gewagt. Einfach auch, weil es ja sonst mit dem übrigen Sci-Fi-Angebot mehr als mau aussieht (kam seit Riddick überhaupt mal wieder was in der Richtung im Kino?).

Zuerst mal greife ich die Punkte aus dem Trailer auf, die mir damals sauer aufgestoßen sind.

  • Die Szene mit dem roten Flitzer in der Wüste ist immer noch bescheuert. Ja, schön, Kirk ist ein Draufgänger. Hätte man auch anders beweisen können als im Zu-Schrott-fahren eines Autos.
  • Ok, die „Strip-Szene“ von Uhura hat sich glücklicherweise nicht als Vorläufer einer Bettszene rausgestellt. Uhura erhält im Film auch erstaunlich viel Tiefe und war mit einer der sympathisten Charaktere der neuen alten Crew.
  • Auch bei der „Prügelszene“ mit Spock kann ich Entwarnung geben. Sie fügt sich gut in die Handlung ein und ist nachvollziehbar.
  • Die komischen Lüftungspropeller an den Warpgondeln sind glücklicherweise nicht mehr im Film, dafür aber wird die Enterprise immer noch auf der Erde zusammengebastelt. Schade.

Auch sonst kann ich mich den kursierenden Kritiken zumindest im Bezug auf die Crew anschließen. Die Schauspieler machen ihre Aufgabe wirklich ordentlich und schaffen es, Star Trek Feeling aufkommen zu lassen. ACHTUNG SPOILER: Auf das Techtelmechtel von Uhura und Spock hätte ich trotzdem gern verzichtet. SPOILER ENDE.

Dieses Feeling wird aber von der Ausstattung der Enterprise in großen Teilen zunichte gemacht. Auf der Brücke blitzt und funkelt es wie bei einem Weihnachtsbaum. Die Masse an Glühlampen ist absolut übertrieben und hilft auch in keinster Weise, sowas wie einen Retro-Look zu erzeugen. Es ist einfach nur peinlich.
Der krasse Gegensatz dazu bildet der Maschinenraum. Die Fünf Filmfreunde treffen es mit der Beschreibung „wie bei Thyssen im Keller“ auf den Punkt. Damit wird das Star Trek-, nein sogar das gesamte Sci-Fi-Feeling absolut zerstört.

Weiterer Wehmutstropfen ist der, dass sich die filmische Ästhetik leider zu deutlich an aktuellen Trends richtet. Wackelkamera an absolut unpassenden Stellen (etwa ein Dialog in einer Bar), hektische Detailaufnahmen, die völlig den Überblick verlieren lassen, etc. Besonders die einleitende Schlacht gegen das Romulanerschiff ist eine Katastrophe. Man erkennt kaum was von den Schiffen, die da gegeneinander kämpfen. Zum Glück wird das im Lauf des Films besser (oder man gewöhnt sich mit der Zeit daran).

Nun aber zu den Pluspunkten:
Die Story an sich ist nicht wirklich schlecht, auch wenn man hie und da wirklich das Gefühl hat, sie wäre um die Actionszenen rumgebastelt worden. Die große Stärke des Films liegt in der Anfangsphase, als sich die Charaktere kennenlernen. Hier war man wirklich bemüht, dem Fan Futter zu bieten. Kirks Betrug beim Kobayashi-Maru-Test wird ebenso gezeigt wie die Tatsache, wie Pille zu seinem Spitznamen kam und wie Spock aufgrund seiner menschlichen Mutter Probleme auf Vulkan hat. Und als Star Trek-Gelegenheitsschauer vielen mir die angeblichen Ungereimtheiten im Kanon ohnehin nicht auf. Insofern gibts hier keinen Punktabzug, zumal die meisten Serien, egal ob Film oder Fernsehen, mit der Kontinuität zu kämpfen haben.

Alles in Allem ist der Film spannend inszeniert, hat lustige Momente und macht letztlich trotz der oben genannten Makel doch Spaß. Im Gegensatz zu anderen Seiten fand ich ihn nicht überirdisch gut, aber auch nicht unterirdisch schlecht. Wollte ich ihm Punkte geben, so bekäme er 7/10.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Erfolg eine neue Science-Fiction-Welle auslöst, die bei den heute möglichen Tricktechniken eigentlich schon lange überfällig ist.

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Computernutzer habens schwer

Killerspiele, Onlinedurchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung und Netzfilter. Der Computer- oder auch Internetnutzer muss schon viel wegstecken können, vor allem, wenn er sich pauschal als Raubkopierer, Terrorist und Kinderschänder brandmarken lassen muss.

Ein wirklich gelungener Artikel vom Spiegel Online bringt es auf den Punkt. Chrisitan Stöckler führt es auf einen Generationskonflikt zurück und hat damit sicherlich nicht unrecht. Absolut lesenswert. So treffsicher hat die aktuellen Entwicklungen im und ums Internet in der Politik schon lange niemand formuliert. Ich hoffe, dass der Artikel auch von den richtigen Stellen gelesen wird. Es wird Zeit, dass nicht mehr „über die Köpfe der Betroffenen hinweg“ regiert wird.

Dabei auch nochmal die Bitte an alle, die die Petition gegen Internetsperren noch nicht unterzeichnet haben: Die Aktion hat bereits über 100.000 Stimmen und stößt nicht auf taube Ohren. Sie ist inzwischen Thema in unzähligen Zeitungsberichten und Fernsehsendungen. Sie hat das Potential und bereits die kritische Masse, etwas zu bewirken. Helft dabei mit.

[via zweipunktnull]

Star Trek und die Physik

Ich wollte schon seit einiger Zeit nochmal etwas zum neuen Star Trek Film schreiben, nachdem ich den Trailer ja grauenhaft fand. Leider komme ich derzeit nicht dazu. Bis dahin könnt ihr euch einmal durchlesen, was ein Physiker im Film entdeckt hat. Ein wirklich interessanter Artikel.

Achtung, wer den Film nicht kennt muss sich auf ein paar Spoiler gefasst machen.

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Kleines Update zum Vergleich Flickr / Zooomr

Es ist schon über ein Jahr her, als ich die beiden Bilderdienste verglichen habe. Durch die Anschaffung eines GPS-Loggers hatte ich nun die Gelegenheit, mir besonders die Geotagging-Funktionen nochmals näher anzuschauen.

Flickr:

Flickr hat mich zunächst verwirrt: Die Geo-Informationen wurden zwar übermittelt, die Bilder aber nicht auf der Karte angezeigt. Habe ich dann auf der Seite des Bildes auf Zu meiner Karte hinzufügen geklickt, wurde die korrekte Position aus den Metadaten ausgelesen und als Vorschlag angezeigt. Der Standort konnte dort zusammen mit diversen Einstellungen für die Privatsphäre (wer darf das Bild auf der Karte sehen?) bestätigt werden. Bei vielen Bildern wird das natürlich mit der Zeit zu aufwändig.

Tipp: In den persönlichen Einstellungen gibt es eine Option, die man aktivieren kann, um hochgeladene Bilder automatisch auf die Karte zu bringen, ohne sie ständig von Hand dort positionieren zu müssen. Diese findet ihr unter SieIhr AccountDatenschutz und Berechtigungen. Wenn ihr ein gutes Stück nach unten scrollt, befindet sich die entsprechende Funktion unter der Überschrift Standardeinstellungen für neue Uploads beim Punkt Exif-Standortdaten improtieren. Soweit so gut.

Yahoo verwendet zum Geotagging immer noch sein eigenes Karten- und Bildmaterial. Die Karten sind recht genau (soweitich das für unsere ländliche Gegend beurteilen kann), die Satellitenaufnahmen hingegen immer noch sehr unschön und nicht weit aufgelöst. Bei den untersten zwei Zoomstufen erscheint die Meldung, dass Material nicht verfügbar sein, so dass man weiter herauszoomen muss. Das macht natürlich die Vorzüge von Geotagging zunichte, wenn man nicht auf den Satellitenfotos erkennen kann, wo genau im Dorf oder Wald die Bilder gemacht wurden.

Global gesehen gefällt die Übersicht Meine Karte schon eher. Auf der Weltkarte wird durch mit Zahlen versehene Punkte angezeigt, wo man wieviele Bilder gemacht hat. Mittels Zoom wird die Ansicht weiter ausdifferenziert. Ein Klick auf solch einen Punkt zeigt die geschossenen Bilder in einer Sprechblase an.

Zooomr:

Zooomr kann hier seine Stärke voll ausspielen. Der Punkt Geo neben dem Bild befindet sich in der Liste ganz oben. Ein Klick darauf klappt ein kleines Google-Maps-Fenster auf, wo das Bild mit den von Google gewohnten Ansichten gezeigt wird. Das Bild wird dabei verkleinert in einer Sprechblase angezeigt. Ein kleines „+x“ gibt an, wie viele Bilder noch von dieser Position aus aufgenommen wurden.

Ganz klein und leicht zu übersehen befinden sich über der Karte rechts zwei Buttons. Der Rechte zeigt dabei die Position auf einer größeren Google-Karte an. Andere Bilder aus der Gegend werden gleich mit angezeigt. Feine Sache!

Fazit:

Auch ein Jahr später hat Zooomr im Bereich Geotagging immer noch die Nase vorn. Besonders die schöneren und detaillierteren Satellitenaufnahmen von Google sind das große Plus aber auch die Anzeige der Position direkt neben dem Foto. Kein Wechseln in eine andere Ansicht, wie es bei Flickr der Fall ist.

P.S.:

Speziell auf Geotagging ausgerichtet ist der Dienst locr. Ich habe jetzt nicht das Bedürfnis, diesen Dienst auszuprobieren, wer aber Lust hat, kann sich bei mir bis 01.07.09 melden. Demjenigen überlasse ich gerne meinen 1-Monat-Pro-Account-Gutschein, der bei meinem GPS-Logger dabei war.

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